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Noch immer ist unklar, weshalb der Hund am CSIO zugebissen hat

Letztes Jahr wurde am CSIO St.Gallen ein Mädchen von einem Armeehund verletzt. Was genau am Rande der Reitsportveranstaltung geschah, ist bis heute Gegenstand militärjuristischer Abklärungen. Der Hund wurde mittlerweile eingeschläfert.
Dinah Hauser, Stephanie Wilmes
Der Armeehund, der am CSIO vor einem Jahr ein Mädchen attackiert hatte, wurde eingeschläfert. (Bild: Symbolbild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Der Armeehund, der am CSIO vor einem Jahr ein Mädchen attackiert hatte, wurde eingeschläfert. (Bild: Symbolbild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Bald ist wieder CSIO, der höchste Pferdesportanlass der Schweiz. Nationale und internationale Pferdespringer treten während vier Tagen gegeneinander an und messen sich im Reitsport. Im letzten Jahr wurden die Pferdesporttage von einem Zwischenfall überschattet: Ein ausgebildeter Armeehund verletzte ein fünfjähriges Mädchen beim Stand der Schweizer Armee.

Da es sich um ein Tier der Armee handelte, wurde die Militärjustiz beigezogen. Inzwischen ist fast ein Jahr vergangen, seitdem diese ihre Untersuchungen aufgenommen hat. Abgeschlossen werden die Abklärungen gemäss Mario Camelin, Mediensprecher der Militärjustiz, erst im kommenden Juli. Der zuständige Untersuchungsrichter wolle den Sachverhalt genau abklären. «Dies nimmt für gewöhnlich einige Zeit in Anspruch», sagt Camelin.

Die Hundeattacke ereignete sich nicht während der täglichen Vorführungen der Veterinärdienst- und Armeetierrekrutenschule, sondern erst gegen 19.30 Uhr am 1. Juni. Die Berichte von Augenzeugen gehen bei diesem Vorfall auseinander. Ein Mann berichtete, dass ein Mädchen am Stand «gnadenlos mehrmals in den Arm gebissen wurde», während eine Frau lediglich von einer zwei Zentimeter langen Wunde sprach. Es ist also immer noch unklar, wie es dazu kam. Das Mädchen konnte gemäss Medienberichterstattung das Spital am gleichen Abend wieder verlassen.

Armeehund wurde eingeschläfert

Roman Gasser, Mediensprecher des CSIO, spricht bei der Verletzung von einem Kratzer. Des Weiteren sei dieses Jahr keine Armee-Einheit mit Tieren vor Ort. «Letztes Jahr war der Auftritt der Armee erstmalig. Gut möglich, dass es in Zukunft wieder einmal zu einem solchen Auftritt kommt. Aber nicht 2018», sagt Gasser.

Armeesprecher Daniel Reist, konnte auf Anfrage hin keine genaue Auskunft über die Umstände des Vorfalls im letzten Jahr geben. «Der Hund wurde untersucht, und es wurde festgestellt, dass der Charakter noch nicht gefestigt war. Darum wurde er dann eingeschläfert», sagt Reist. Weiterhin ist also unklar, was genau Auslöser der Attacke war und wie stark der Hund das Mädchen wirklich verletzt hat.

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