BISCHOFSZELL: Verkohlte Leiche: Staatsanwaltschaft geht von Tötungsdelikt aus

Im Zusammenhang mit dem Leichenfund von Mitte Juli im Waldstück "Forsterwisli“ bei Pulvershaus gehen die Thurgauer Strafverfolgungsbehörden von einem Tötungsdelikt aus.

Drucken
Teilen
Die verkohlte Leiche eines 41-jährigen Serben wurde in einem Wald bei Erlen gefunden. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tötungsdelikt aus. (Bild: Kapo TG)

Die verkohlte Leiche eines 41-jährigen Serben wurde in einem Wald bei Erlen gefunden. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tötungsdelikt aus. (Bild: Kapo TG)

Am Sonntag, 16. Juli, wurde im Waldstück "Forsterwisli“ bei Pulvershaus in der Gemeinde Erlen die stark verkohlte Leiche eines 41-jährigen Serben, der in Herisau wohnhaft war, aufgefunden. "Der Tote konnte am Institut für Rechtsmedizin in St.Gallen aufgrund von DNA-Tests zweilfelsfrei identifiziert werden", sagt Stefan Haffter von der Staatsanwaltschaft Bischofszell. Aufgrund der Erkenntnisse aus den polizeilichen Ermittlungen und der Untersuchung der Leiche im Institut für Rechtsmedizin geht die  Staatsanwaltschaft von einem Tötungsdelikt aus. Über die Todesursache gibt Haffter aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft - auch die Frage, ob die Leiche im Wald angezündet wurde, ist offen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, hat die Staatsanwaltschaft Bischofszell ein Strafverfahren gegen die zur Zeit noch unbekannte Täterschaft eröffnet.

Die genauen Tatumstände - etwa ob der Fundort dem Tatort entspricht - sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bischofszell und der Kantonspolizei Thurgau, wobei auch die Polizeikorps der Kantone Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen miteinbezogen werden. Zur Zeit werden die Spuren vom Fundort durch Spezialisten ausgewertet und eingegangene Hinweise überprüft. "Zudem gehen wir verschiedenen Hinweisen nach", so Haffter.

Personen, die in der Nähe des Fundortes Beobachtungen gemacht haben oder weitere Hinweise machen können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Thurgau unter der Telefonnummer 052-728-22-22 zu melden. (sta/red.)