Bischof Büchel: «Angst vor einer Spaltung der Katholiken»

ST.GALLEN. Der Bischof des Bistums St.Gallen, Markus Büchel, ist ab dem 1. Januar 2013 für drei Jahre Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz (SBK). Ihm macht die Polarisierung zwischen der liberalen Volkskirche und konservativen Katholiken Sorgen.

Daniel Klingenberg
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«Die Frage der Priesterweihe für Frauen muss die Gesamtkirche lösen»: Bischof Markus Büchel. (Bild: Ralph Ribi)

«Die Frage der Priesterweihe für Frauen muss die Gesamtkirche lösen»: Bischof Markus Büchel. (Bild: Ralph Ribi)

Der 63jährige Markus Büchel ist der erste St.Galler Bischof seit über 30 Jahren, der als Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz gewählt wurde. Er gilt innerkatholisch als ausgleichende und liberale Persönlichkeit, die in der Öffentlichkeit gut ankommt und keine provozierenden Standpunkte vertritt.

Frauenweihe kein Thema
Bischof Büchel, der seit 2006 im Amt ist, zeigte sich in der Vergangenheit gesprächsbereit in strittigen kirchlichen Fragen. So sagte er, dass er die Weihe von Frauen zu Priesterinnen befürworte. Dass er als SBK-Präsident eine Entwicklung in Gang bringen könne, weist er aber im Interview mit unserer Zeitung zurück: «Die Frage der Priesterweihe für Frauen muss die Gesamtkirche lösen.»

Sorgen wegen Chur
Sorgen macht Bischof Büchel auch die Polarisierung zwischen der liberalen Volkskirche und konservativen Katholiken wie im Bistum Chur, die eine hierarchische Kirche fordern. Blicke man auf diese Entwicklung, könne «man Angst haben vor einer Spaltung» der Katholiken.

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