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«Bis auf die Knochen abgemagert»

Das Militärspital Herisau übernahm nach Ende des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Kriegsopfer. Im Sommer 1945 waren 33 ehemalige KZ-Häftlinge auf der Insel Mainau gestorben, die zur Genesung nach dem Aufenthalt im Konzentrationslager dorthin gebracht worden waren.

Das Militärspital Herisau übernahm nach Ende des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Kriegsopfer. Im Sommer 1945 waren 33 ehemalige KZ-Häftlinge auf der Insel Mainau gestorben, die zur Genesung nach dem Aufenthalt im Konzentrationslager dorthin gebracht worden waren. Das Krankenhaus auf der Insel Mainau konnte in der Folge schwere Fälle an das Militärspital in Herisau abgeben. Das Kommando in Herisau hatte Oberst Karl Kistler, Kommandant der Militärsanitätsanstalt 4.

Es handelte sich um ein so genanntes Notspital auf militärischem Gelände. Ein ziviles Krankenhaus wäre wegen der Seuchengefahr gar nicht in Frage gekommen. Die ehemaligen KZ-Häftlinge waren drei Wochen in Quarantäne.

Die Ärzte haben ein Buch über die Patienten geschrieben: «Hungerkrankheit, Hungerödem, Hungertuberkulose: Historische, klinische, pathophysiologische und pathologisch-anatomische Studien und Beobachtungen an ehemaligen Insassen aus Konzentrationslagern». Das Buch mit einem Vorwort von Oberst Karl Kistler wurde 1948 von Adolf Hottinger mitherausgegeben. Darin sind auch für Laien verständliche Abschnitte über den Zustand der Patienten enthalten.

Hans J. Alder schreibt in der «Geschichte der Kasernen Herisau 1865 bis 1965»: «Am 24. Mai 1945 traf aus deutschen Konzentrationslagern die erste Gruppe von 60 auf die Knochen abgemagerten, zum Teil schwer erkrankten Kriegsopfern ein. Die Kaserne war in ein Notspital umgewandelt worden. Es waren Franzosen, Belgier, Spanier, Italiener, Polen, Ungarn, Tschechen, Rumänen und Österreicher darunter. Nach der ersten Gruppe trafen sukzessive weitere 260 Pflegebedürftige ein.» (uok)

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