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BIBLIOTHEKSSTANDORT ST.GALLEN: Alles spricht für das "Union"

Der Kanton und die Stadt St.Gallen planen zusammen mit Helvetia Versicherungen eine gemeinsame Bibliothek am St.Galler Blumenmarkt. 2019 soll ein Architekturwettbewerb durchgeführt werden.
Marcel Elsener
Im "Union" (rechts) sollen künftig die Kantons- und die Stadtbibliothek untergebracht werden. (Bild: Michel Canonica)

Im "Union" (rechts) sollen künftig die Kantons- und die Stadtbibliothek untergebracht werden. (Bild: Michel Canonica)

Es bleibt dabei: Der Kanton und die Stadt St.Gallen sowie das Versicherungsunternehmen Helvetia als Eigentümerin der Liegenschaft "Union" wollen am Standort Blumenmarkt/Schibener Tor im St.Galler Stadtzentrum eine gemeinsame Bibliothek bauen. Respektive umbauen, denn ob das Haus "Union" abgebrochen und ein Neubau erstellt oder das bestehende Gebäude umgebaut und erweitert wird, ist laut der gemeinsamen Medienmitteilung der drei Projektpartner "im weiteren Verlauf zu klären".

Nach eingehenden Untersuchungen durch das kantonale Hochbauamt wird der im vergangenen Sommer ins Spiel gebrachte Standort demnach als "machbar" und "geeignet" bekräftigt. Mehr noch: Die Kantons- und die Stadtbibliothek an diesem zentralen Ort in der Stadt zusammenzulegen, sei aufgrund der Fussgängerströme und öffentlicher Verkehrsverbindungen "optimal". Für die weitere Planung sind zwei Faktoren entscheidend: einerseits wird sie auf den laufenden partizipativen städtischen Prozess zur Neugestaltung von Markplatz, Bohl und Blumenmarkt abgestimmt, andererseits sollen bis Ende Jahr die Vorgaben für den Architektenwettbewerb geklärt werden. Dieser wird Anfang 2019 ausgeschrieben.

"Intensive Diskussionen mit der Denkmalpflege"

Derzeit seien alle Varianten (Abbruch und Neubau, Altbau mit Neubau, Altbau mit Erweiterung) denkbar, sagt Bauchef Marc Mächler. "Es funktioniert, und dies auf jeden Fall." Im Hinblick auf den Architekturwettbewerb werde man wohl gewisse Leitplanken setzen. Dazu brauche es nun "intensive Diskussionen mit der städtischen und der kantonalen Denkmalpflege", sagt Mächler. Ob das – nicht geschützte – "Union"-Gebäude, ein typischer Bau aus den 1950er-Jahren des St. Galler Architekten Ernest Brantschen, abgebrochen werden darf oder soll, ist unter Fachleuten umstritten. Fest steht, dass die Liegenschaft im Besitz der Helvetia verbleibt.

Ebenfalls noch dieses Jahr werden Kanton, Stadt und Versicherungsfirma die ungefähren Grössenordnungen des Projekts und damit Kostenvorstellungen klären. "Die Kosten hängen vor allem von den Varianten ab", sagt Bauchef Mächler, weshalb es noch viel zu früh sei, um über Zahlen oder allfällige Kostendeckel zu reden.

Auch der Zeitplan ist noch vage: Nach dem bestenfalls im nächsten Jahr ausgewerteten Architekturwettbewerb wird das Projekt dem Kantons- und dem Stadtparlament und schliesslich dem Volk vorgelegt. Dass der Architekturwettbewerb der parlamentarischen und der Volksabstimmung vorgezogen wird, entspreche der Vorgehensweise der Stadt, heisst es in der Mitteilung. Ein Bezug der neuen Bibliothek sei frühestens 2027 vorgesehen.

"Offenes Haus" mit Strahlkraft

Den Standort "Union" bezeichnet Mächler als "idealsten, klar vorteilhaftesten Standort", doch blieben Hauptpost und Areal Bahnhof Nord denkbare Varianten. In der Hauptpost wird seit drei Jahren das Provisorium der gemeinsamen Bibliothek von Stadt und Kanton betrieben – sehr erfolgreich, wie jüngst publizierte Zahlen zeigten, aber aufwendig und ineffizient. Das 120-jährige Postgebäude eignet sich weit besser für schulische Zwecke, etwa für FHS und GBS, wie Vertreter des Kantons mehrfach festgestellt haben. Wie es dort weiter gehen könnte, lässt sich laut Mächler derzeit aber nicht sagen. Hingegen betonen die drei Projektpartner die Vorteile des "Union": Mitten in der Kantonshauptstadt, optimaler ÖV-Anschluss, beste Passantenlage zwischen Universität und Fachhochschule, HSG-Erweiterungsareal Platztor in Gehdistanz. Zudem sei der Standort "für die städtische Kinder- und Jugendbibliothek optimal, die beim Zusammenschluss grösste Bedeutung geniesst", wie es heisst.

Die neue Bibliothek werde als "offenes Haus" konzipiert und aufgrund ihrer guten Erreichbarkeit, ihrer digitalen Angebote und Dienstleistungen für Bibliotheken in allen Regionen "eine Strahlkraft für den ganzen Kanton entfalten". Der Zusammenschluss stelle der Bevölkerung von Kanton und Stadt ein zeitgemässes Bibliotheksangebot zur Verfügung und wirke der Aufsplitterung des Bibliothekswesens in der Hauptstadt entgegen.

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