Harziger Start in der höheren Liga: Niederlage für den FC Kreuzlingen

250 Zuschauer fiebern am ersten Saisonspiel in der 1. Liga mit. Mit 1:3 verliert die erste Mannschaft des FC Kreuzlingen am Samstag gegen den Tessiner AC Taverne.

Manuela Olgiati
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Die Spieler des FC Kreuzlingen klatschen ab vor dem Anpfiff zu ihrer ersten Partie in der 1. Liga.

Die Spieler des FC Kreuzlingen klatschen ab vor dem Anpfiff zu ihrer ersten Partie in der 1. Liga.

Bild: Manuela Olgiati

Es ist am Samstag ein bewegter Auftakt in die neue Saison, die der FC Kreuzlingen nach dem Aufstieg nun in der 1. Liga in Angriff nimmt. Die Fussballer beider Mannschaften, des FC Kreuzlingen und der AC Taverne, stehen auf dem Platz. 250 Zuschauer säumen das Spielfeld. Es ist ganz still. Speaker Rico Thurnheer bittet zu einer Gedenkminute für das kürzlich verstorbene Ehrenmitglied Bruno Ammann. Dann gibt der Speaker das Startzeichen und das Laufen und schnelle Ballwechsel gehen los.

Das Wetter spielt mit. Der Regen am Vortrag brachte die gewünschte Abkühlung. Hitzig geht es indes auf dem Fussballfeld zu und her. Die beiden Mannschaften wollen sich auf Augenhöhe begegnen, kämpfen erbittert. Die Fussballer des FC Kreuzlingen in grünweissen Shirts und die Tessiner im beigen Einheitstenü messen ihre Kräfte. Die Trainer der beiden Mannschaften gehen unruhig umher. «Avanti», ruft der Tessiner Trainer Damiano Meroni. «Weiter», klingt es aus dem Kreuzlinger Lager von Trainer Kürsat Ortancioglu. Er scheint nicht ganz zufrieden.

Yannik Cavallin, Gründer FCK Bodensee.

Yannik Cavallin, Gründer FCK Bodensee.

Bild: Manuela Olgiati

Unter den Fans sind mehrere Fussballklubs. Zum Beispiel Altona 93 aus Hamburg. Auch die «Hafetschutter» schwingen die grüne Fahne. Yannik Cavallin ist der Gründer des FCK Bodensee. Er sagt: «Bei uns spielen Menschen mit einem Handicap.» Ihn freue die gute Zusammenarbeit mit dem FC Kreuzlingen, deshalb ist der ganze Fanklub dabei. 400 Mitglieder zählt der Fussballklub Kreuzlingen. Das Heimspiel gegen Taverne bezeichnen weitere Zuschauer als eine Herausforderung. Wegen der Totalsanierung des Hauptspielfeldes wird auf Platz zwei hinter der Bodenseearena gespielt, direkt neben der Kunsgrenze.

Ausfälle im Kader und Kritik an der Infrastruktur

Etwas Enttäuschung macht sich bei einigen Fussballlegenden der 117-jährigen Vereinsgeschichte breit. Ein Ehemaliger ist Jürg Fink. Er sagt: «Die Infrastruktur ist eine Katastrophe für eine erste Mannschaft.» Bruno Osterwalder zeigt sich enttäuscht ob der sportlichen Leistungen und sagt: «Miserabel.» Der ehemalige Trainer aus den 70er-Jahren, Nikola Rebrina zeigt sich mitfühlend, denn schliesslich gebe es einige krankheitsbedingte Ausfälle im Kader. Und Nationalrat Christian Lohr sagt: «Die Herausforderung in der 1. Liga zu spielen ist sehr gross.»

Daniel Geisselhardt, Präsident FC Kreuzlingen.

Daniel Geisselhardt, Präsident FC Kreuzlingen.

Bild: Manuela Olgiati

Und der Auftakt gelingt dem Heimteam auch nicht wie erhofft. Die Kreuzlinger verlieren gegen das Tessiner Team mit 1:3. Doch Vereinspräsident Daniel Geissehardt blickt optimistisch in die Zukunft und sagt: «Die Saison hat ja erst begonnen. Es stehen noch 29 weitere spannende Spiele bevor.»