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BETRUG: Verfassungsrichter muss hinter Gitter

Ein früherer langjähriger Liechtensteiner Richter wird zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er wurde wegen Vermögensdelikten im Umfang von 13 Millionen Franken schuldig gesprochen.

Der 69-Jährige, der 14 Jahre den Liechtensteiner Staatsgerichtshof präsidierte, wurde letzte Woche vom Kriminalgericht in Vaduz zu sechs Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde schwere Untreue, schwerer gewerbsmässiger Betrug und Geldwäscherei vorgeworfen. Der Mann ist geständig. Gegen die Höhe der Strafe legte der Verurteilte Berufung ein, wie Robert Wallner, Leitender Staatsanwalt im Fürstentum, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA bekanntgab.

Freunde und Bekannte schenkten dem einst höchsten Verfassungsrichter Liechtensteins, dem Rechtsanwalt, Treuhänder und Fürstlichen Justizrat, volles Vertrauen und überliessen ihm Millionen von Franken zur Verwaltung. Das Geld ist nun weg. Vor Gericht hatte der Angeklagte eingeräumt, völlig den Überblick über seine Geschäfte verloren zu haben. Eine Begegnung mit einer Brasilianerin spielte eine einschneidende Rolle. Die Frau soll ihn von einer schweren Krankheit geheilt haben. Der gemeinsame Aufbau einer Kosmetikfirma trug jedoch keine Früchte, sondern kostete den Angeklagten nur eine Menge Geld.

Die Ermittlungen gegen den 69-Jährigen sind noch nicht zu Ende. Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein zweites Verfahren, dessen Untersuchung bis Ende Jahr abgeschlossen sein soll. Es gehe um einen weiteren zweistelligen Millionenbetrag, hiess es bei der Staatsanwaltschaft. (sda)

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