Betrügerin zu 18 Monaten Haft verurteilt

FELDKIRCH. Eine 31jährige Mutter und Hausfrau steht zum sechsten Mal wegen Betrügereien vor Gericht. Die Frau wurde mehrfach verurteilt, auch zu Haftstrafen. Im Mai 2013 war die letzte Verurteilung, zwölf Tage später beging sie den nächste Betrug.

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FELDKIRCH. Eine 31jährige Mutter und Hausfrau steht zum sechsten Mal wegen Betrügereien vor Gericht. Die Frau wurde mehrfach verurteilt, auch zu Haftstrafen. Im Mai 2013 war die letzte Verurteilung, zwölf Tage später beging sie den nächste Betrug. 18 Monate unbedingte Haft sind dieses Mal unumgänglich. Das sieht die Frau auch ein.

Angeklagte ist in Therapie

«Ich bin krank», sagt die Angeklagte. Wenn sie ein Paket zugestellt bekomme, habe sie Glücksgefühle. Es sei wie eine Sucht. Sie hat sich in Therapie begeben und weiss, dass es nun fünf vor zwölf ist. Vor allem hinsichtlich ihrer Kinder ist eine Haftstrafe problematisch.

Die Frau bestellte insgesamt drei Mal via Internet. «Wozu braucht man in so kurzer Zeit zehn Paar Schuhe?», wundert sich der Richter. Ebenso unerklärlich ist, warum sie erotische Unterwäsche orderte. Den Schaden von 440 Euro hat die Frau mittlerweile beglichen.

Trick hat funktioniert

Bei der Bestellung gab sie falsche Daten an, täuschte dem Lieferanten vor, sie dürfe die Päckchen entgegennehmen. So händigte der Zusteller der Frau immer wieder Ware aus. Alle ihre Vorstrafen betreffen Betrügereien, die Frau konnte den verlockenden Angeboten nicht widerstehen. «Man hat immer wieder versucht, die Beschuldigte vor den Konsequenzen zu bewahren, doch nun sollte man aufräumen mit den Altlasten», plädiert der Staatsanwalt. Mit dem Urteil ist er einverstanden und auch für die Angeklagte sind 18 Monate unbedingte Haft in Ordnung. (ec)