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Besuchsverbot in Spitälern: Wie lange noch?

Seit bald fünf Monaten gilt in den Spitälern und Kliniken des Kantons St.Gallen ein Besuchsverbot. SP-Kantonsrat Dario Sulzer schlägt vor, es zu lockern.

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Besuche sind in den St.Galler Spitälern derzeit nur in Ausnahmefällen möglich.

Besuche sind in den St.Galler Spitälern derzeit nur in Ausnahmefällen möglich.

Fabienne Engbers

(sk/al) Das Verbot sei für die Zeit der hohen Infektionszahlen gerechtfertigt gewesen, schreibt Kantonsrat Dario Sulzer (SP) in einer einfachen Anfrage. Mittlerweile aber erlaube die epidemiologische Lage eine Lockerung mit entsprechendem Schutzmassnahmen.

Dario Sulzer, SP-Kantonsrat

Dario Sulzer, SP-Kantonsrat

Pd / PD

«Wenn Menschen über einen längeren Zeitraum nur mit grössten Bemühungen Besuche empfangen dürfen, beeinflusst dies die mentale Gesundheit dieser Menschen», schreibt der SP-Kantonsrat. Es seien insbesondere ältere Menschen, aber auch Angehörige, die ausserordentlich unter dieser Situation leiden könnten. Sulzer will von der Regierung wissen, ob geplant sei, das Besuchsverbot in Spitälern und Kliniken bald zu lockern. Auch fragt er, ob die St.Galler Regierung die Haltung teile, dass ein über längere Zeit durchgesetztes Besuchsverbot die mentale Gesundheit der Betroffenen negativ beeinflussen könne.

Besagtes Besuchsverbot hatte die Regierung per 31. Oktober 2020 erlassen und am 12. Dezember 2020 auf unbestimmte Zeit verlängert. Patientinnen und Patienten in Akutspitälern, psychiatrischen Kliniken und den Reha-Kliniken dürfen während dieser Zeit keinen Besuch mehr empfangen. Allerdings können Ausnahmen bewilligt werden.