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Besucherrekord: Die Jazztage Lichtensteig begeisterten Tausende

Die Jazztage überzeugten am Wochenende mit Musikern in bester Spiellaune. Die Headliner «Niedeckens BAP» und «Lo&Leduc» bewegten Tausende in der Hauptgasse von Lichtensteig zum Tanzen, während der namensgebende Jazz auf den kleineren Nebenbühnen das Publikum zum Staunen brachte.
Sascha Erni
Marc SwayMarc Sway
Lo und LeducLo und Leduc
JulDemJulDem
Jam SessionJam Session
Fusion-BlueFusion-Blue
Fusion-BlueFusion-Blue
Dani HäuslerDani Häusler
Andy Mc SeanAndy Mc Sean
Die freiwilligen Helfer fielen mit ihren «Chrampfer»-T-Shirts auf. (Bild: Sascha Erni)Die freiwilligen Helfer fielen mit ihren «Chrampfer»-T-Shirts auf. (Bild: Sascha Erni)
SRF3-Moderator Philip Wiederkehr führte im Elchzelt und auf der Hauptbühne durch den Abend. (Bild: Sascha Erni)SRF3-Moderator Philip Wiederkehr führte im Elchzelt und auf der Hauptbühne durch den Abend. (Bild: Sascha Erni)
CMC’s an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)CMC’s an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)
Die Geschäfte an der Hauptgasse richteten sich auf die Jazztage ein. (Bild: Sascha Erni)Die Geschäfte an der Hauptgasse richteten sich auf die Jazztage ein. (Bild: Sascha Erni)
Frank Roberscheuten an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)Frank Roberscheuten an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)
Stephan Holstein presents Django’s Castle an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)Stephan Holstein presents Django’s Castle an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)
Saint City Orchestra an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)Saint City Orchestra an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)
Schon am früheren Abend gab es kaum noch ein Durchkommen in der Hauptgasse. (Bild: Sascha Erni)Schon am früheren Abend gab es kaum noch ein Durchkommen in der Hauptgasse. (Bild: Sascha Erni)
Katharina Busch an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)Katharina Busch an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)
Baschi an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)Baschi an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)
Spielfreudig: Die Musiker von Niedeckens BAP fühlten sich sichtlich Wohl an den 31. Jazztagen in Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)Spielfreudig: Die Musiker von Niedeckens BAP fühlten sich sichtlich Wohl an den 31. Jazztagen in Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)
Noch weit nach Mitternacht war die Hauptgasse proppenvoll. (Bild: Sascha Erni)Noch weit nach Mitternacht war die Hauptgasse proppenvoll. (Bild: Sascha Erni)
Wolfgang Niedecken ehrte Music Director Geni Scherrer und die Chrampfer der 31. Jazztage Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)Wolfgang Niedecken ehrte Music Director Geni Scherrer und die Chrampfer der 31. Jazztage Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)
Tangorea an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)Tangorea an den 31. Jazztagen Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)
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BAP, Baschi und Busch zum Auftakt der 31. Jazztage Lichtensteig

Der bange Blick auf die verschiedenen Wetter-Handyapps blieb vorerst unbegründet: Am Freitag sorgte die Sonne für heisses Sommerwetter. Bereits um 18 Uhr, als die Wattwiler Jugendband «CMC’s» die 31. Jazztage energievoll eröffnete, tummelten sich an die Tausend Gäste mitten in der Lichtensteiger Altstadt. Genaue Zahlen stehen noch aus, aber bereits am Freitagabend dürfte das beliebte Toggenburger Musikfestival mit 3000 Besucherinnen und Besuchern an seiner bisherigen Rekordmarke gekratzt haben. Das lag sicher auch am ersten Headliner, der Deutschrockband «Niedeckens BAP» aus Köln.

Musikalische Reise durch die Jahrzehnte

«Unfassbar, unvergleichbar! Wir hätten nicht damit gerechnet!» begrüsste Bandleader Wolfgang Niedecken spätnachts die proppenvolle Hauptgasse. Dann rockte er mit seinen acht Co-Musikerinnen und Co-Musikern fast zwei Stunden entspannt auf der Hauptbühne. Den Hit «Verdamp lang her» sparte sich die Band natürlich für die Zugabe auf.

Aber bis dahin sollte es eine Reise quer durch die Jahrzehnte werden, unverkrampft, druckvoll und nicht ohne Humor. Wolfang Niedecken hatte die Tage zuvor das Städtchen besucht und die Aufbauarbeiten hautnah miterlebt. «Und wir haben alle ein neues Wort gelernt: Chrampfer!» lachte er während einer seiner Ansagen ins Mikrofon. Die freiwilligen Helfer der Jazztage, die dieses Jahr rosarote «Chrampfer»-T-Shirts trugen, nahmen den Gruss gerne entgegen.

«Wir sparen uns jetzt den Scheiss»

Die Stimmung vor der Hauptbühne erreichte den Siedepunkt, und nach den zwei Zugaben («Wir sparen uns jetzt den Scheiss mit dem von der Bühne Runtergehen und wieder Hochkommen», so Niedecken) feierte die Menge weiter. Beim Bier in der Hauptgasse, Drinks im «Soul Kitchen», der Jam Session im «Café Huber» und auf dem Dancefloor im «Rathaus für Kultur» wurden im Anschluss wohl einige neue Freundschaftsbanden geknüpft.

Am Samstag jedoch war das Prüfen der Wetter-App angebracht – der nächtliche Starkregen kühlte auch die Luft markant ab. Es sollte dann aber nach einigen heftigen Schauern doch ein trockener Festivaltag werden. Und während sich am Freitagabend manche Besucher nahe eines Hitzeschlags wähnten, sorgte die Frische des zweiten Jazztage-Abends dafür, dass sich noch mehr Menschen als Tags zuvor einfanden. Zeitweise musste der Sicherheitsdienst gar eine Eingangssperre vor der Hauptbühne verhängen.

Feiern, nicht nur Musik hören

In der Hauptgasse ging es am Samstag von Highlight zu Highlight. Bereits die Jugendband «Fusion Blue» konnte ihr Publikum begeistern, «JulDem» drehte dann mit seinem Rapgesang die Stimmung noch einen Gang höher. «Wir wollen heute nicht nur Musik hören, sondern feiern», meinte im Anschluss der Schweizer Soulmusiker Marc Sway. Statt der geplanten einen Stunde spielte er fast eineinhalb, zur Freude seiner vielen angereisten Fans. Eine steile Vorlage für den Headliner «Lo&Leduc» – die zwei Berner Mundartkünstler mochten die Erwartungen aber locker übertreffen und brachten nicht durch ihren Hit «079» die Menschenmenge in der Hauptgasse zum Kochen.

Auch abseits der Hauptbühne überzeugten die 31. Jazztage Lichtensteig. «Das hier ist wenigstens noch richtige Musik, nicht wie dort in der Hauptgasse», meinte ein Gast etwas zynisch in der Kalberhalle und nahm Bezug auf den Genre-Mix, den man in Lichtensteig zu hören bekam. In der Kalberhalle jedoch gaben sich die Stammgäste des Festivals, also Künstler wie Stephan Holstein, Frank Roberscheuten und Elias Bernet, die Klinke in die Hand. Im Café Huber und dem Postzelt zeigten etablierte Jazzformationen und spontan zusammengewürfelte Bands eindrücklich, dass die Jazztage ihren Namen auch heute noch zurecht tragen.

7000 drängten sich durch die Altstadt

Das Publikum der 31. Jazztage war gewohnt durchmischt. Manche Besucherinnen kamen direkt von der Zürcher Streetparade, um dann zu Swing und Blues herunter zu fahren. Alte Festivalhasen drückten sich neben Teenagern durch die Gassen der Altstadt, an der Jam Session trafen sich Jungmusiker und Jazz-Rentner. Wer keine Lust auf das Gedränge vor den Bühnen hatte, traf sich an den Getränke- und Essensständen auf einen Schwatz. Das Festival blieb trotz des grossen Aufkommens friedlich und herzlich natürlich.

«Es war super, wir sind wirklich sehr sehr zufrieden», sagte Raphael Gygax am Sonntagmorgen. Der Präsident des Organisationskomitees der Jazztage konnte auch erste Zahlen nennen: An die 7000 Gäste trafen sich in Lichtensteig und sorgten so für einen neuen Zuschauerrekord. Ob denn fürs nächste Jahr etwas Spezielles geplant sei, wollten wir zum Abschluss des Festivals wissen. «Nur, dass die 32. Jazztage definitiv stattfinden werden», sagte Gygax lachend.

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