Beschwerde gegen HSG-Professor wegen Mängeln bei Prüfungen bleibt ohne Konsequenzen

Studenten der Universität St.Gallen haben sich gegen Unregelmässigkeiten in mündlichen Prüfungen gewehrt. Der Universitätsrat sieht Fehler, zieht aber keine Konsequenzen. Jetzt wurde eine zweite Beschwerde eingereicht.

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Eine Vorlesung in einem Hörsaal der Universität St.Gallen

Eine Vorlesung in einem Hörsaal der Universität St.Gallen

Bild: Christian Beutler, Keystone

(mel) Studenten der Universität St.Gallen wehren sich gegen unkorrekte Vorgehensweisen des renommierten Wirtschaftsprofessors Simon Evenett: Der Direktor des MBA-Programms und Leiter des HSG-Instituts für Aussenwirtschaft soll bei einer mündlichen Prüfung mehrmals denselben Stoff geprüft haben, wodurch einzelne Studenten bevorteilt wurden. Zudem soll er mehrere Studenten nach nicht bestandener Prüfung vom weiteren Studium ausgeschlossen haben, obwohl die Verfügung noch nicht rechtsgültig war.

Laut einem Bericht der «Sonntags-Zeitung» hat die Rekurskommission der HSG «wesentliche und grobe Verfahrensmängel» bestätigt. Auch der von Bildungsdirektor Stefan Kölliker präsidierte Universitätsrat gab den Studenten teilweise recht, verzichtete aber auf aufsichtsrechtliche Massnahmen. Nun hat die Anwältin der Studenten eine zweite Aufsichtsbeschwerde eingereicht, die dem Unirat ungenügende Prüfung und mangelnde Unabhängigkeit vorwirft. Das Verfahren läuft noch.

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