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BESCHLAGNAHMTE PFERDE: Walter Schönholzer lässt Schweizer Tierschutz auflaufen

Der Schweizer Tierschutz hat dem Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer Hilfe bei der Platzierung der Pferde des Tierquälers von Hefenhofen angeboten. Der Brief sei aber nicht beantwortet worden, sagt der STS-Präsident. Beim Kanton schweigt man.
Johannes Wey
Heinz Lienhard, Präsident des Schweizer Tierschutzes. (Bild: LUKAS LEHMANN (KEYSTONE))

Heinz Lienhard, Präsident des Schweizer Tierschutzes. (Bild: LUKAS LEHMANN (KEYSTONE))

In Tierschutzfragen führt in der Schweiz kaum ein Weg am Schweizer Tierschutz (STS) vorbei. Er ist die grösste und älteste Tierschutzorganisation der Schweiz und arbeitet in bestimmten Themenbereichen eng mit dem Bund zusammen.

Von ebendieser Organisation hat der Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer, der nach dem grössten bekannten Schweizer Tierschutzskandal der letzten Jahre scharfer Kritik ausgesetzt ist, vor einigen Tagen ein Angebot erhalten. Geantwortet hat er auf das Schreiben aber nicht, wenn man einem Leserbrief von Heinz Lienhard in der "Thurgauer Zeitung" glauben schenkt. Eine Anfrage von "Tagblatt online" an Walter Schönholzer wurde an den Thurgauer Informationsdienst weiter verwiesen, dort verzichtete man auf eine Stellungnahme.

Heinz Lienhard, Präsident des Schweizer Tierschutzes. (Bild: LUKAS LEHMANN (KEYSTONE))

Heinz Lienhard, Präsident des Schweizer Tierschutzes. (Bild: LUKAS LEHMANN (KEYSTONE))



Konkret habe der Schweizer Tierschutz Schönholzer am 10. August angeboten, mögliche Abnehmer von Pferden vom Hof von Ulrich K. in Hefenhofen kostenlos auf ihre Eignung zu prüfen. "Unser Kontrolldienst mit 15 erfahrenen Tierschutzkontrolleuren wäre dazu in der Lage", schreibt Lienhard in seinem Leserbrief. So hätte man verhindern können, dass die Tiere zu ungeeigneten Haltern oder "dubiosen Zwischenhändlern" gelangen. Dieses Angebot wurde mit dem Verkauf der Tiere am Donnerstag im bernischen Schönbühl hinfällig. Mit diesem Verkauf sei offensichtlich geworden, "dass sich beim Kanton niemand um das Wohl und das Schicksal dieser Tiere kümmert."

"Wir werden in der ganzen Schweiz als Ansprechpartner in Sachen Tierschutz akzeptiert - nur nicht von Herrn Schönholzer", entfährt es dem im Thurgau wohnhaften Lienhard auf Anfrage. Er hätte auch akzeptiert, wenn Schönholzer das Angebot des STS abgelehnt hätte, sagt er. Doch dass der Brief unbeantwortet geblieben sei, mache ihn wütend.

Die Pferde von Ulrich K. wurden am Donnerstag im bernischen Schönbühl verkauft. (Bild: ANTHONY ANEX (KEYSTONE))

Die Pferde von Ulrich K. wurden am Donnerstag im bernischen Schönbühl verkauft. (Bild: ANTHONY ANEX (KEYSTONE))

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