Berufsweltmeisterschaften: "Wir improvisieren"

Den zweiten Wettkampftag an den Berufsweltmeisterschaften in São Paolo haben die Kandidaten nun hinter sich. Die Ostschweizer Teilnehmer kämpfen mit ersten Problemen: Die Landschaftsgärtner haben kein Wasser und der Appenzeller Maurer ist mit ungewohnten Ziegeln konfrontiert.

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Konzentriert: Maurer Sandro Dörig aus Appenzell. (Bild: pd)

Konzentriert: Maurer Sandro Dörig aus Appenzell. (Bild: pd)

Der zweite von vier Arbeitstagen ist vorbei. Unterdessen fällt es den Kandidaten bereits einfacher, ihre Leistung einschätzen zu können. Das erste Resümee vom Maurer Sandro Dörig aus Appenzell lautet: "Am ersten Tag lief es mir etwas harzig, in der Zwischenzeit habe ich aber aufgeholt. Wenn ich so weitermache, kommt es gut." Der Maurer musste sich zuerst an die ungewohnten Masse der Ziegel gewöhnen - und auch die Kanten seines Arbeitsmaterials seien etwas "komisch".

Die Konkurrenz im Blick
Inzwischen ist beim Appenzeller der Kampfgeist aufgeflammt: Er beobachtet die Konkurrenz. Die beiden Kandidaten, welche gleich neben ihm arbeiten, seien nicht besonders schnell, das bremse ihn: "Ich hätte lieber jemanden neben mir, der etwas schneller ist - das würde mich anspornen."

Restaurant-Service: David Güger aus Mörschwil beweist sein Können (Bild: pd)
15 Bilder
Sie alle vertreten die Schweiz an den Berufsweltmeisterschaften in São Paulo. (Bild: pd)
Andrea Hohl aus Eggersriet hat ein Auge fürs Detail. (Bild: pd)
Sandro Dörig aus Appenzell baut. (Bild: pd)
Arbeit im Team: Die Landschaftsgärtner Benedikt Rüesch aus Sirnach und Tschamun Isai aus Uzwil (rechts). (Bild: pd)
Gruppenfoto (Bild: pd)
Die Bäckerin-Konditorin Ramona Hollenstein aus Walzenhausen in ihrem Element. (Bild: pd)
Blick in die Halle in Brasilien (Bild: pd)
Die Schweiz bei der Eröffnungsfeier (Bild: pd)
Bild: pd
Der Möbelschreiner Mirco Signer aus St.Peterzell (Bild: pd)
Konzentration bei Lars Tönz aus Busswil - der Informatiker beschäftigt sich mit IT Software Lösungen für Unternehmen (Bild: pd)
Hier geht's heiss zu und her: Schweisser Roger Gemperle aus Waldkirch (Bild: pd)
Fabian Ulmann - Anlageneletriker aus Oberegg (Bild: pd)
Hier sammeln die Schweizer Kandidaten erste Eindrücke in Brasilien. (Bild: pd)

Restaurant-Service: David Güger aus Mörschwil beweist sein Können (Bild: pd)

Im Team zum Ziel
Der Landschaftsgärtner Benedikt Rüesch aus Sirnach und sein Teamkollege Tschamun Isai aus Uzwil haben unterdessen andere Schwierigkeiten. An den ersten Tagen waren die Bedingungen für die beiden nicht optimal. Sie hatten - im Gegensatz zu den Konkurrenten - kein Wasser für die Arbeit. "Beim Vorbereiten haben wir bereits gemerkt dass die Organisation nicht gleich ist wie in der Schweiz. Aber wir gewöhnen uns daran und improvisieren", sagt Rüesch. Gerade in solchen Situationen sei er besonders froh, dass er im Team arbeiten könne. "Es lastet nicht die ganze Arbeit auf einer Person. Und man kann sich gegenseitig unterstützen." (jar)

Das sind die Ostschweizer Kandidatinnen und Kandidaten

Michael Bösch aus Nesslau (Heizungsinstallateur)
Sandro Dörig aus Appenzell (Maurer)
Roger Gemperle aus Waldkirch (Schweisser)
Andrea Hohl aus Eggersriet (Konditorin-Confisseurin)
Ramona Holenstein aus Walzenhausen (Bäckerin-Konditorin)
Benedikt Rüesch aus Sirnach (Landschaftsgärtner)
Tschamun Isai aus Uzwil (Landschaftsgärtner)
Lars Tönz aus Busswil (Informatiker)
Fabian Ulmann aus Oberegg (Anlagenelektriker)
Mirco Signer aus St.Peterzell (Möbelschreiner)
David Füger aus Mörschwil (Restaurant-Service) (jar)