Berufsstand ins Gespräch bringen

RORSCHACH. Der im vergangenen Jahr neu zusammengesetzte und an der Mitgliederversammlung des Verbands St. Gallischer Legasthenie-Therapeutinnen und -Therapeuten wiedergewählte Vorstand will den Berufsstand vermehrt ins Gespräch bringen.

Merken
Drucken
Teilen

RORSCHACH. Der im vergangenen Jahr neu zusammengesetzte und an der Mitgliederversammlung des Verbands St. Gallischer Legasthenie-Therapeutinnen und -Therapeuten wiedergewählte Vorstand will den Berufsstand vermehrt ins Gespräch bringen.

Man sehe sich «mit gewissen Marginalisierungstendenzen konfrontiert», heisst es im Communiqué. Die Legasthenie- und Dyskalkulie-Therapeutinnen sollen beispielsweise im neuen kantonalen Sonderpädagogik-Konzept nicht mehr als eigenständige Berufsgruppe geführt werden – «ein Vorhaben, das vom Verband erfolgreich bekämpft wurde», wie es in der Mitteilung heisst.

Eine Umfrage bei den Schulleitungen und Schulratspräsidien des Kantons ergab: Während auf dem Niveau Oberstufe die Legasthenie/Dyskalkulie nur noch selten ein Thema ist, sei die Therapie in der Primarschule nach wie vor gefragt, sagte Co-Präsidentin Janine Sieber an der Versammlung.

Die Rückmeldungen von zahlreichen Schulratspräsidenten hätten dagegen ergeben, dass beim integrativen Schulmodell die Legasthenie-Therapeutinnen häufig durch Heilpädagoginnen oder integrierte Förderstunden ersetzt würden. (red.)