BERNER SENNENHUND: Totgetretener Hund: Polizei prüft mehrere Verdächtige

Der Fall eines zu Tode getretenen Berner Sennenhundes in Herisau erregt die Gemüter. Die Ermittlungen der Ausserrhoder Kantonspolizei laufen auf Hochtouren.

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Berner Sennenhunde wie der totgetretene Chicco gehören zu den beliebtesten Hunden der Schweiz. (Bild: Archiv/Fotolia (Symbolbild))

Berner Sennenhunde wie der totgetretene Chicco gehören zu den beliebtesten Hunden der Schweiz. (Bild: Archiv/Fotolia (Symbolbild))

In Herisau hat ein Unbekannter am Donnerstag einen Berner Sennenhund zu Tode getreten. Die Tat schockiert nicht nur Tierfreunde. Der Ausserrhoder Polizeisprecher Marcel Wehrli sagt: "Ich habe in den vergangenen 20 Jahren im Polizeidienst noch nie etwas Vergleichbares erlebt." Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren: Die Kantonspolizei hat Hinweise aus der Bevölkerung erhalten und überprüft derzeit mehrere verdächtige Personen. Sie geht davon aus, dass der Täter psychisch angeschlagen ist.

"Geht's noch? Hör sofort auf!"
Es war ein 71-jähriger Herisauer, der die Polizei verständigte (Name der Redaktion bekannt): "Ich kam gerade aus der Bäckerei an der Oberdorfstrasse, als ich ein Hundegeheul hörte." Darauf sah er einen ihm unbekannten Mann, der gegen einen Berner Sennenhund trat. Der Rentner war schockiert. "Geht’s noch? Hör sorfort auf!", rief er dem Tierquäler zu. Der 30 bis 40-Jährige war jedoch nicht ansprechbar. Er mied jeden Blickkontakt und misshandelte das Tier zu Tode. "Es schauten noch andere Leute zu, die jedoch nicht eingriffen", sagt der Zeuge. Auch nicht, als der Täter Richtung Dorfkern davon rannte. "Ich hätte ihn verfolgt, wenn ich gekonnt hätte", sagt der Herisauer. Er leide aber an COPD, einer Lungenkrankheit. (jba/mem)