Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

BERGUNFALL: Junger Thurgauer zu Tode gestürzt

Ein 21-jähriger Mann ist am Dienstag unterhalb der Kreuzberge tödlich verunglückt. Er war ein versierter Kletterer. Seine 19-jährige Begleiterin steht unter Schock und wird psychologisch betreut.
Mengia Albertin
In diesem Gebiet stürzte der junge Bergsteiger ab. (Bild: Kapo SG)

In diesem Gebiet stürzte der junge Bergsteiger ab. (Bild: Kapo SG)

Mengia Albertin

ostschweiz@tagblatt.ch

Die Klettertour eines 21-jährigen Thurgauers hat am Dienstag tödlich geendet. Er war mit einer 19-jährigen Frau – ebenfalls aus dem Kanton Thurgau – am Kreuzberg unterwegs. Der Mann befand sich auf dem Weg zum Zustieg in die Felswand und wollte die Kletterroute für seine Begleiterin sichern. Dabei stürzte der 21-Jährige 100 bis 150 Meter in die Tiefe. Augenblicke später wurde die Rega alarmiert. Die Rettungssanitäter konnten den Mann nur noch tot bergen.

Polizei geht von einem Unfall aus

Das Alpinkader der Kantonspolizei St. Gallen wurde zur Sachverhaltsfeststellung aufgeboten. «Das Kader hat am Unglücksort keine Auffälligkeiten festgestellt», sagt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, auf Anfrage. «Demnach wird es sich um einen Unfall handeln», so der Mediensprecher. In einem solchen Fall sei die Ermittlung des Hergangs sehr schwierig. «Wenn den Vorfall niemand zufälligerweise beobachtet hat, können wir nicht nachvollziehen, ob beispielsweise ein abstürzender Stein die Ursache war», sagt Rezzoli.

Die Untersuchungen der Polizei vor Ort seien bereits abgeschlossen, und das Ergebnis werde der Staatsanwaltschaft mit- geteilt. Diese verarbeitet die Informationen weiter.

Opfer war ein erfahrener Kletterer

«Der 21-Jährige war ein versierter Kletterer und hatte entsprechende Ausbildungen», sagt Rezzoli. Der junge Mann sei auf die Tour seriös vorbereitet gewesen. «Ein Restrisiko bleibt beim Klettern aber immer bestehen.» Das Gelände unterhalb des zweiten Kreuzberges ist sehr steil und durchsetzt mit Gras und Steinen. «Meines Wissens war an diesem Tag schönes Wetter, und es hat nicht geregnet.» Nässe hätte den Boden rutschiger gemacht.

Die 19-jährige Thurgauerin konnte keine weiteren Auskünfte zum Unfallhergang geben. Zum Zeitpunkt des Sturzes befand sich der Mann ausserhalb ihres Blickfeldes. Nach dem Vorfall stand die junge Frau unter Schock. Im Spital wurde sofort Psychologische Erste Hilfe geleistet. Auch bei der anschliessenden Polizeibefragung zum Unfallhergang war eine psychologische Betreuung anwesend. Im Falle eines Traumas oder Schocks informiert die Kantonspolizei Betroffene zudem über weitere Anlaufstellen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.