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BERGRENNEN-UNFALL: Nach Hammond-Crash: Organisatoren sehen Verfahren gelassen entgegen

Nach dem spektakulären Unfall des britischen TV-Stars Richard Hammond prüft der Verband Auto Sport Schweiz ein Verfahren gegen die Organisatoren des Bergrennen Hemberg. Diese sind unbesorgt.
Johannes Wey
Der Verband Auto Sport Schweiz prüft ein Disziplinarverfahren gegen das Bergrennen Hemberg. (Bild: Michael Hug)

Der Verband Auto Sport Schweiz prüft ein Disziplinarverfahren gegen das Bergrennen Hemberg. (Bild: Michael Hug)

Der Unfall katapultierte Hemberg in die internationalen Schlagzeilen: Im Rahmen eines Showblocks kam die britische TV-Legende Richard Hammond ("Top Gear", "The Grand Tour") von der Strasse ab. Der Wagen überschlug sich und fing Feuer. Hammond musste mit einem gebrochenen Knie ins Kantonsspital St.Gallen geflogen werden.

Nach dem Unfall fing Richard Hammons PS-starker Elektrobolide Feuer. (Bild: Leserbild)

Nach dem Unfall fing Richard Hammons PS-starker Elektrobolide Feuer. (Bild: Leserbild)

Der Unfall könnte nun für die Organisatoren des Bergrennens ein Nachspiel haben. Der Verband Auto Sport Schweiz (ASS) prüft ein Disziplinarverfahren - auf Druck des Motorsport-Weltverbands FIA hin, wie "Blick online" berichtet.

In der Badi kam der Anruf aus London

OK-Präsident Christian Schmid bestätigt dies: "Wir wurden aufgefordert, eine Stellungnahme zum Unfall abzugeben. Anhand davon wird die Disziplinarkommission des ASS entscheiden, ob ein Verfahren eröffnet wird." Schmid blickt diesem Entscheid gelassen entgegen: Hammonds Teilnahme am Bergrennen sei über Wochen vorbereitet worden. "'The Grand Tour' ist eine Riesenproduktion; das grösste, was es an Automobilsendungen gibt. Da wird ein gigantischer Aufwand betrieben." Der erste Kontakt mit den Produzenten der Sendung habe Anfang Mai stattgefunden: In der Badi antwortete Schmid auf einen verpassten Anruf und landete in London. "Da war ich natürlich schon überrascht. So etwas hatte ich nicht erwartet." Die Sendung sei ihm natürlich ein Begriff gewesen, auch wenn er persönlich technischere Formate bevorzugt.


Schmid ist überzeugt, dass beim Showblock mit Hammonds Teilnahme alles vorschriftsgemäss abgelaufen ist. "Und wäre der Fahrer des Unfallwagens nicht derart prominent gewesen, würde der Vorfall nun bestimmt nicht so hohe Wellen schlagen." Ohnehin drohen dem Bergrennen Hemberg keine straf- oder zivilrechtlichen Verfahren sondern lediglich ein verbandsinternes. Die gravierendste Konsequenz wäre wohl, dass das Bergrennen Hemberg nicht mehr Teil der Schweizer Meisterschaft wäre. "Doch auch dann würden die Fahrer hoffentlich weiter bei uns starten. Unabhängig ob Schweizer Meisterschaft oder nicht, es geht hauptsächlich um Ruhm und Ehre", sagt Schmid.

Verbandschef beschwichtigt

So weit wird es ohnehin kaum kommen, wie eine Anfrage bei ASS-Leiter Patrick Falk zeigt. "Dass die Disziplinarkommission eine solche Veranstaltung verbieten würde, kann ich mir nicht vorstellen. Es wird nichts so heiss gegessen, wie es gekocht wird." Sollte es zu einer Sanktion kommen, reichen die Möglichkeiten von einer Verwarnung über eine Busse bis zu einem Lizenzentzug. Diese müssen nicht den Verein Bergrennen Hemberg an sich treffen, sondern auch Funktionäre wie beispielsweise den Rennleiter.

Richard Hammond selbst hat von der Disziplinarkommission nicht zu befürchten: Weil er keine Lizenz des ASS hat, steht seine Person überhaupt nicht zur Diskussion.

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