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BERGFAHRT: Mit Sonnenkraft in den Alpstein

Die neue batteriebetriebene Staubernbahn hat ihre Jungfernfahrt zum gleichnamigen Gasthaus hinter sich.

Die beiden Kabinen des einzigen Bahnzubringers vom Rheintal in den Alpstein schweben künftig mit Solarkraft nach oben auf die aussichtsreiche Geländekante. Batterien treiben sie an, die zuvor Sonnenkraft gespeichert haben. Dafür erhält die neue Talstation in Frümsen eine Fotovoltaik-Anlage, welche die Energie direkt vor Ort erzeugt.

«Das Beste, was es momentan für den zwischengespeicherten Strom gibt, hat Tesla entwickelt», erklärt Roland Bartholet, der die erste batteriebetriebene Seilbahn der Welt baut. Der VR-Präsident der gleichnamigen Bartholet Maschinenbau AG aus Flums erläutert weiter, man habe das leistungsfähige Speichermodul des futuristischen Elektromobils ausgewählt, um den 51-Kilowatt-Antrieb der Seilbahn mit ihren beiden Elektromotoren bei jeder Wetterlage sicherzustellen.

Im Tragseil der beiden Gondeln leitet ein Kupferdraht den Strom vom Tal hinauf zum Gasthaus Staubern. Dort braucht es künftig also keinen Dieselgenerator mehr. Ein Lichtwellenleiter im Tragseil überträgt Informationen wie Telefon, Video und Gewichtskontrolle der Gondel. Das ermöglicht die vollautomatische Abfertigung der Fahrgastzellen.

Das Outfit der neuen Gondeln stammt aus dem Zukunftslabor von Porsche Design Studio. Ergänzt mit Beleuchtung und Telefon fahren die beiden Gondeln künftig doppelt so schnell wie bisher himmelwärts – mit sieben Metern pro Sekunde. Künftig können sie auch höhere Lasten tragen, bis zweieinhalb Tonnen. Und weil es statt bisher sechs neu acht bequeme Sitze wird, wird die Transportkapazität mehr als verdoppelt, auf 72 Personen pro Stunde. Bei der Talfahrt speist die Bahn die freiwerdende Energie zurück in die Tesla-Batterie, womit sich der Energiekreislauf schliesst.

Fünf Millionen Franken investiert Staubernwirt Daniel Lüchinger in die neue Bahn, ab dem 13. November beginnt der Rückbau der alten Anlage. Mit der ersten Bergfahrt vom Mittwoch beginnt eine neue Phase der Bauarbeiten. Die Einweihung «der Neuen», wie es auf der verpackten Gondel heisst, ist für das Wochenende vom 6. bis 8. April 2018 angekündigt.

Reinhold Meier, Heini Schwendener

ostschweiz@tagblatt.ch

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