Benken
Mehr als 120 tote Vögel nach Unwetter in der Linthebene

In Benken im Kanton St.Gallen starben bei dem heftigen Unwetter am Sonntag über 120 Vögel. Es handelt sich um einen Einzelfall.

sju/FM1Today
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Die Vögel suchten in einem Baum Schutz vor dem Hagelsturm.

Die Vögel suchten in einem Baum Schutz vor dem Hagelsturm.

Bild: Getty Images

(sju/FM1Today) In Benken in der Linthebene sind beim Unwetter am Sonntag zahlreiche Vögel gestorben. Ein Schwarm Stare hatte in einem Baum Schutz gesucht – der Hagelsturm war aber zu gewaltig. Die Wildhut zählte 123 tote Stare unter besagtem Baum. Ebenfalls wurden zwei Milane vom Hagel erfasst und getötet. Zwei weitere wurden verletzt, konnten aber noch gerettet werden.

Ein Einzelereignis

Eine so grosse Zahl an toten Tieren ist selbst nach solchen Unwettern ungewöhnlich. Eric Widmer leitet eine Pflegestation für Wildvögel in St.Gallenkappel. Es handle sich um einen Einzelfall: «Über den ganzen Monat verteilt hatten wir immer nur einzelne Meldungen. Hauptsächlich ging es dabei um Vögel, die vom Regen durchnässt waren und nicht mehr fliegen konnten. Was uns auch immer wieder gebracht wird, sind Jungvögel, die vom Wind aus den Nestern geweht werden», sagt Widmer gegenüber FM1Today. Abgesehen von diesem einen grösseren Vorfall haben seine Einrichtung im Verlauf des Junis etwa 30 Vögel erreicht.

Was tun, wenn man ein verletztes Tier findet?

«Wenn eine Privatperson einen verletzten Vogel findet, kann sie dies bei der Polizei melden. Diese schaut dann nach, wo die Person das Tier hinbringen kann oder wer es abholen kommt. Je nach Tier wird dann auch noch die Wildhut informiert», sagt Widmer. Grosse Vögel sollten stets von der Wildhut oder der Polizei abgeholt werden. Kleinere verletzte Vögel legt man am besten in eine Schachtel, um sie zu transportieren. Auch tote Tiere können der Wildhut oder der Polizei gemeldet werden.

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