Beiträge für Bienen, Wildobst und Walnüsse

Merken
Drucken
Teilen

Lotteriefonds Morgen Dienstag befindet der St. Galler Kantonsrat über Beiträge aus dem Lotteriefonds. Die Finanzkommission hat nur eine Änderung vorgeschlagen: mehr Geld für ein Didaktisches Zentrum über Bienen. Aus den Gewinnen von Swisslos vom vergangenen Jahr hat der Kanton St. Gallen für 2017 rund 22,8 Millionen Franken erhalten, die in den Lotteriefonds fliessen. Das sind um die 700000 Franken weniger als in anderen Jahren. Der Grund sind zusätzliche Beiträge an Swiss Olympics, die gegen den Widerstand des ­Kantons St. Gallen beschlossen wurden. Wie immer sind unterschiedliche künstlerische und gemeinnützige Vorhaben Teil der Auflistung. 180000 Franken gibt es etwa für das Kulturfenster, zu dessen Konzept ein sich rund um den Säntis ziehender beweglicher Ausstellungsraum gehört.

2018 gastiert das Kulturfenster im Bahnhof von Lichtensteig mit einer Ausstellung über den Toggenburger Skispringer und Bildhauer Walter Steiner. Im Herbst 2018 wird dann Sargans die nächste Station sein.

Zentrum zum Nutzen von Honigbienen

Regierung und vorberatende Kommission sind sich nur bei einem Projekt uneins: beim Didaktischen Zentrum «Bienen-Werte» in St. Gallen. Die Regierung will dafür 50000 Franken einsetzen, die Kommission schlägt dem Kantonsrat «zur Sicherung des Vorhabens» 80000 Franken vor. Ziel des Zentrums ist es, die breite Bevölkerung über den Nutzen von Honigbienen zu informieren. Geplant sind ein Bienenrundgang unter freiem Himmel sowie eine Ausstellung im Gebäude des Gymnasiums Untere Waid. Gerechnet wird mit Kosten von 445000 Franken.

Ebenfalls 80000 Franken ist für den Aufbau einer Sammlung von rund 50 Wildobstarten vorgesehen. In der Nähe des Botanischen Gartens in St. Gallen und im Schlosspark Wartegg sollen in zwei Lehrpfaden «möglichst ­lückenlos die Wildobstarten erlebbar gemacht werden», wie es in der Botschaft der Regierung heisst. Ein ähnlicher Erlebnispfad ist zur «Walnusskultur in Frümsen» in der Gemeinde Sennwald geplant. Ein Verein hat dort 160 Walnuss-Hochstämmer mit über 75 verschiedenen Sorten angepflanzt. Nun ist die Entstehung eines Themenwegs geplant. Das Vorhaben soll mit 10000 Franken unterstützt werden.

Archäologie im Kanton auf Geld angewiesen

Weiterhin auf den Lotteriefonds ist die Kantonsarchäologie angewiesen. Der Kantonsrat hat eine Aufstockung des Personalbestands wiederholt abgelehnt. Für die Auswertung der Ausgrabungen einer römischen Siedlung in Kempraten und für die wissenschaftliche Begleitung von Tiefbauarbeiten in der St. Galler Altstadt sind 855000 Franken vorgesehen.

Unterstützung gibt es auch für Buchprojekte. Die geplante Publikation «Haare aus Stahl» von Richard Lehner widmet sich der in Rorschach lebenden früheren Zirkusartistin Josefine Tanasa. In den 1960er-Jahren war ihr dank Rolf Knie die Flucht aus ­Rumänien gelungen. (sda)