BEIL-ATTACKE: Erstes Opfer des Beil-Angreifers: "Ohne den Retter gäbe es meine kleine Familie wohl nicht mehr"

Das am schwersten Verletzte Opfer des Beil-Angreifers von Flums bezeichnet den Mann, der seiner Familie zu Hilfe eilte, als Held. Seine Frau habe kurz vor der Attacke schon ein schlechtes Gefühl bei der Begegnung mit dem mutmasslichen Täter gehabt.

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Der Familienvater musste mit der Rega ins Spital geflogen werden. (Bild: LAURENT GILLIERON (KEYSTONE))

Der Familienvater musste mit der Rega ins Spital geflogen werden. (Bild: LAURENT GILLIERON (KEYSTONE))

Die Beil-Attacke in Flums begann mit dem Angriff auf ein Ehepaar mit einem achtmonatigen Kleinkind im Kinderwagen. Der Täter war ihnen bereits kurz zuvor aufgefallen: «Meine Frau hat ihn noch bemerkt und sich gefragt, was das für ein komischer Typ sei», sagt der 35-Jährige Kommunikationsangestellte gegenüber dem «Blick».

Plötzliche habe ihn der 17-Jährige angegriffen: «Bevor ich ihn wahrnehmen konnte, hat er mich von hinten ausgeschaltet. Er wollte mir die Halsschlagader durchtrennen und hat sie nur knapp verfehlt.»

Für den Retter ist Zivilcourage selbstverständlich

Der Mann geht durch den Schlag zu Boden und der Angreifer geht auf die Frau los. Dank des beherzten Eingreifens eines Mannes, der an brutalen Szene vorbei fährt, wird die Frau nur am Ellbogen verletzt. «Er ist unser Held. Ohne ihn gäbe es meine kleine Familie wohl nicht mehr», sagt der Familienvater.

Der Retter bringt den 17-Jährigen dazu, von der Familie abzulassen und das Weite zu suchen. Dabei wird er selbst vom Beil an der Hand getroffen. Kommentieren möchte der Flumser den Vorfall in den Medien nicht. Für ihn sei Zivilcourage in einer solchen Situation selbstverständlich. Von den insgesamt sieben Opfern liegen drei noch im Spital. (red.)