Bei der Jungtierschau in Widnau gab es Küken, Hühner und Kaninchen zu sehen

Am Rande des Naturschutzgebietes Moosanger fand am Wochenende die Ausstellung des Ornithologischen Vereins statt.

Gerhard Huber
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Trotz der vielen Holzhasen befinden sich diese beiden jungen Ausstellungsbesucher im Hühnergehege. (Bild: Ulrike Huber)

Trotz der vielen Holzhasen befinden sich diese beiden jungen Ausstellungsbesucher im Hühnergehege. (Bild: Ulrike Huber)

Wer bei einem gesperbertem Chabo an einen kühlen Schluck Weisswein denkt, oder wer glaubt, dass es sich beim federfüssigen Zwerg-Zitron-Porzellan um ein Kaffeegeschirr handelt, der liegt beide Male falsch. Wie auch beim Chabo gelb mit braunem Schwanz handelt es sich vielmehr um die Rassen von Zucht- und Gartenhühnern.

Wunderschönes Federvieh wurde in der Jungtierschau des Ornithologischen Vereins Widnau in liebevoll gestalteten Kleingehegen präsentiert. Die flauschigen Küken, die nur wenige Tage alt noch Schutz unter den Federn ihrer Mutter suchten, eroberten im Sturm die Herzen all der vielen Besucher, die am Samstag und Sonntag bei der Ausstellung am Moosanger vorbeischauten.

Kleinwidder und Schweizer Feh

Das Gleiche gilt für die Kleinwidder, die grossen französischen Widder und die Schweizer Feh. Wer sich bei diesen Bezeichnungen in einem Tierpark mit Zauberwesen wähnte, liegt wieder falsch. Vielmehr sind dies die Bezeichnungen von Kaninchenrassen. Von herzigen Schlappohren mit Mümmelnasen, die munter in ihren Gehegen hoppelten. Und da waren dann noch einige Meerschweinchen, die sogar in einem Spiel für Kinder ihre ganz eigene Vorstellung geben durften.

«Gerade für unsere jüngsten Besucher ist es jedes Jahr wieder ein grosses Erlebnis, frisch geschlüpfte Küken und ihre Glucken zu sehen», erzählt Kuno Köppel als Präsident des OV Widnau, «denn heutzutage kennen viele der Kleinen die bei uns zu bestaunenden Tiere ja nur noch aus dem Fernsehen.»

Köppel selbst hat an den von ihm gezüchteten Hühnern aber mindestens eben so viel Freude wie die jungen Besucher. «Es ist immer wieder ein zu Herzen gehendes Erlebnis, wenn man sieht, wie die Jungküken nach der Brutphase aus den Eiern schlüpfen und wie sie dann heranwachsen. Immer wieder ein Wunder. Mit viel Arbeit verbunden, die man aber gerne macht.»

Zurück in den heimischen Stall

In der Nacht zwischen den beiden Ausstellungstagen Samstag und Sonntag wurden die präsentierten Tiere natürlich in ihre heimischen Ställe zurückgebracht. Nicht, weil ihnen die Musik des Duos Die Peterer, die im Festzelt die Gäste unterhielten, den Schlaf rauben würden. Es wäre ganz einfach zu gefährlich, die kleinen Tiere im wunderschönen Gebiet am Moosanger übernachten zu lassen.

Denn in einem Naturschutzgebiet dürfen auch Füchse gefahrlos leben. Und Meister Reineke würde sich nur zu gerne einen Spass daraus machen, das zutrauliche Federvieh und die samtpelzigen Langohren zu einem Festessen einzuladen.