Bei 700'000 Franken ist Schluss: Im Kanton St.Gallen müssen Chefärzte auf Millionen-Gehälter verzichten

Wegen der jüngsten Skandale schränkt der Zürcher Kantonsrat die Boni für Kaderärzte ein. Im Kanton St.Gallen hingegen sind die Löhne für Kaderärzte plafoniert, und ein Bonussystem existiert nicht. Bisher habe sich das Lohnsystem bei der Rekrutierung von Chefärzten nie als Handicap erwiesen, heisst es vom Kantonsspital St.Gallen.

Regula Weik
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Das Kantonsspital St.Gallen hat trotz fehlender Boni keine Rekrutierungsprobleme.

Das Kantonsspital St.Gallen hat trotz fehlender Boni keine Rekrutierungsprobleme.

Bild: Jil Lohse

Den Zürcher Kaderärztinnen und Kaderärzten schlägt ein eisiger Wind entgegen. Das jetzige Lohnsystem sei ein «Unding», sagen Kritiker. Es belohne jene, die viel operierten, und auch dann, wenn es nicht zwingend notwendig sei. Der Zürcher Kantonsrat hatte die Ärztelöhne zwar schon länger ins Visier genommen. Doch die aktuelle Debatte zeigt: Nach den jüngsten Skandalen am Universitätsspital, bei denen sich hohe Ärzte mit Tricks bereichert haben sollen, hat sich die Tonalität verschärft.