Begehrter Pass – virtuelle Klischees

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So rasant ist noch kein Kanton gewachsen. Vor dem Passbüro stehen die Besucher Schlange: 4000 wollen neu Thurgauer Bürger werden – und das innert zwei Tagen. Das ist Schweizer Rekord! Regierungspräsidentin Carmen Haag wird den Richtplan anpassen müssen und Finanzdirektor Jakob Stark erhofft sich mehr Steuergelder. Die Idee mit dem Thurgauer Pass als Eintrittskarte zum lebens- und liebenswerten Nachbarkanton kommt beim Olma-Publikum an.

Im Thurgau angekommen, sitzen die Besucher auf Holzkisten und bewundern Arenenberg und die Kartause Ittingen. Die virtuelle Velotour bedient zwar erwartbare Klischees, besticht aber trotzdem durch die schönen Landschaftsbilder auf der Grossleinwand. Die 3-D-Brille bringt die Filmszenen noch näher. Und wenn die Berlinger Schiffsglocke läutet, wagen sich klein und gross auf den Steg, um ein Schiff über den «Bodensee» zu steuern. Vor der Ausreise aus der Sonderschau ein letzter Blick in den neu erworbenen Pass – und der Thurgau wird noch attraktiver: Dank Schnäppchenangeboten.