Bedingte Geldstrafe für Sex mit Rind

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Gerichtsurteil Ein Bauer hatte in seinem Stall im Linthgebiet einen Mann beim Sex mit einem Rind erwischt. Am Montag musste sich der Täter vor Kreisgericht verantworten (Ausgabe vom Dienstag). Gestern wurde das Urteil bekanntgegeben.

Der 59-jährige Kosovare war wegen mehrfacher Tierquälerei und mehrfachen Hausfriedensbruchs angeklagt. Das Kreis­gericht See-Gaster sprach den Mann schuldig. Es verurteilte ihn zu einer Geldstrafe in der Höhe von 11 000 Franken. Bezahlen muss der Täter diese nicht. Denn die Busse wurde auf Bewährung mit einer Probezeit von drei Jahren ausgesprochen. Angerechnet wird dem Verurteilten ein Tag Untersuchungshaft mit einem Tagessatz von 50 Franken.

Verfahrenskosten muss der Täter zahlen

Bezahlen muss der mehrfache Familienvater aber trotzdem. Das Gericht hat ihm die Verfahrenskosten von rund 11 200 Franken übertragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob es weitergezogen wird, ist noch offen. Der Anwalt des Täters war gestern nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Zuerst müsse ohnehin das Urteil mit dem Mandanten besprochen werden, hiess es von Seiten der Kanzlei.

Die Staatsanwaltschaft hatte aufgrund von Vorstrafen wegen sexueller Belästigung, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung eine unbedingte Geldstrafe in der Höhe von 12 500 Franken gefordert. Der Verteidiger verlangte dagegen einen Teilfreispruch, da aufgrund der Videobilder nicht alle Anklagepunkte zweifelsfrei seinem Mandanten zugewiesen werden könnten. Dies spielt jedoch gemäss Kreisgericht keine Rolle, da der Beschuldigte in drei Fällen geständig sei. Dadurch habe er sich der mehrfachen Tierquälerei schuldig gemacht, «ohne dass noch weitere Ausführungen dazu zu machen wären». (snu)