Bauern fürchten um Land wegen Gewässerräumen

FRAUENFELD. Der Verband Thurgauer Landwirtschaft ist besorgt wegen der Umsetzung der neuen Gewässerschutzvorschriften des Bundes. Knackpunkt ist die Ausscheidung des Gewässerraums, eines Bandes, das sich künftig auf beiden Seiten der Flüsse und Bäche erstreckt.

Drucken
Teilen

FRAUENFELD. Der Verband Thurgauer Landwirtschaft ist besorgt wegen der Umsetzung der neuen Gewässerschutzvorschriften des Bundes. Knackpunkt ist die Ausscheidung des Gewässerraums, eines Bandes, das sich künftig auf beiden Seiten der Flüsse und Bäche erstreckt. Innerhalb dieses Bandes soll sich das Wasser frei entfalten können, die Bauern dürfen das Land dort nur noch eingeschränkt bewirtschaften und müssen mit Landverlust rechnen, wenn sich der Bach ins Gelände frisst. Aus Sicht des Verbandes geht der Kanton Thurgau bei der Umsetzung der Bundesvorschriften in mehreren Punkten zu weit. Marco Baumann, Leiter der kantonalen Abteilung Wasserbau, relativiert die Kritik. Man halte sich an die Vorgaben des Bundes. Einzig bei Gewässerräumen in ökologischen Vernetzungsgebieten gehe der Kanton über die Bücher. Hier werde geprüft, ob die Kriterien des Bundes richtig angewendet worden seien. (wid)