Baubeginn der Doppelspur nicht vor 2017

TEUFEN. Nach der Ablehnung der Tunnellösung in Teufen wollen die Appenzeller Bahnen die Planungen für die Doppelspur vorantreiben. Die Finanzierung des Projekts ist gesichert. Dennoch fahren die Bagger frühstens in zwei Jahren auf.

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Die geplante Doppelspur in Teufen kostet rund 26 Millionen Franken. (Bild: apz)

Die geplante Doppelspur in Teufen kostet rund 26 Millionen Franken. (Bild: apz)

Am Wochenende haben sich die Stimmberechtigten deutlich gegen einen Kredit über 30 Millionen Franken für den Bau eines Tunnels in Teufen ausgesprochen. Nach dem negativen Volksentscheid ist der Weg frei für die Doppelspur. «Der Status quo ist keine Lösung und steht deshalb nicht zur Diskussion», sagt Alexander Liniger, Mediensprecher der Appenzeller Bahnen (AB). Dies habe die Prüfung der einzelnen Varianten gezeigt.

Aufwendiges Verfahren

In einem nächsten Schritt sollen gemäss einer Medienmitteilung der AB die Detailplanungen für die Doppelspur wieder aufgenommen werden. Dabei will das Bahnunternehmen die im Verlaufe der Diskussion vorgebrachten Überlegungen aus den Arbeitsgruppen einfliessen lassen. Laut Alexander Liniger kann der Baustart frühestens 2017 erfolgen. «Alleine das Bewilligungsverfahren nimmt mindestens ein Jahr in Anspruch.» Kostenpunkt des Projekts: rund 26 Millionen Franken. Der Gemeindeanteil beträgt dabei 200 000 Franken. Weil es sich um eine gebundene Ausgabe handelt, ist keine Volksabstimmung notwendig. Der Bund finanziert die Doppelspur über den Bahninfrastrukturfonds. In der Investitionssumme nicht enthalten ist jener Teil der Strassensanierung, den der Kanton übernimmt. Darunter fallen etwa die Instandhaltung von Stützmauern oder die Entwässerung. Wie hoch der Aufwand dafür ist, wurde laut Kantonsingenieur Urban Keller noch nicht genau berechnet. «Wir gehen aber mindestens von fünf Millionen Franken aus.» Ungefähr die gleiche Summe dürfte die geplante Neugestaltung des Dorfzentrums Teufen kosten. Diese Kreditvorlage kommt separat an die Urne.

Vorteile der Doppelspur

Die Appenzeller Bahnen heben die Vorteile der Doppelspur hervor. Die Verkehrssicherheit steige wesentlich, betont der AB-Mediensprecher. «Weiter wird der Verkehrsfluss beruhigt, da sich die Züge mit dem Strassenverkehr bewegen.» Erst die Doppelspur ermögliche zudem die Dorfgestaltung. Sie bringe auch eine höhere betriebliche Flexibilität, da künftig auf diesem Abschnitt die Züge kreuzen könnten, sofern dies erforderlich sei, sagt Liniger.