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Bankräuber muss nicht ins Gefängnis

Kreisgericht Ein Rentner musste sich wegen versuchten Raubes, Raubes und Widerhandlung gegen das Waffengesetz vor dem Kreisgericht See-Gaster in Uznach verantworten. «Ich bin total durchgedreht», sagte er mit Blick auf die Vorfälle im Oktober 2015.

Wie der 65-Jährige zugab, hatte er damals zunächst erfolglos versucht, die Gemeindeverwaltung in Kaltbrunn zu überfallen. Seiner Forderung nach Geld verlieh er dabei mit einer geladenen Pistole Nachdruck. Als der bedrohte Mitarbeiter allerdings sagte, dass er kein Geld im Büro habe, verliess der Eindringling das Gebäude ohne Beute. Der Rentner gab aber nicht auf und überfiel wenig später die nahe gelegene Raiffeisenbank. Eine verängstigte Mitarbeiterin händigte dem Räuber fast 14 000 Franken aus. Der Täter wurde wenig später gefasst.

Wie der Rentner vor Gericht sagte, hatte er die Pistole vor einigen Jahren von einem Freund gekauft. Er habe sie stets geladen in einer Schublade aufbewahrt. Den Entschluss, Gemeindeverwaltung und Bank zu überfallen, habe er kurzfristig gefasst. Laut Anklage wusste er nicht, wie er seine Rechnungen bezahlen sollte. Auslöser für sein Handeln war eine Busse über 800 Franken. Der Mann war ohne Helm auf dem Töffli erwischt worden. Wie vor Gericht bekannt wurde, hatte die Staatsanwaltschaft beim ­Ausstellen der Busse einen Fehler gemacht. Der Betrag war zu hoch. Es sei der Betrag in Rechnung gestellt worden, der für ­einen Motorradfahrer angefallen wäre, sagte die Staatsanwältin. Die Busse für einen Töfflifahrer wäre niedriger gewesen.

Für ihn bleibe der Fall speziell, sagte der Verteidiger. «Es ist mir ein Rätsel, warum ein unbescholtener, freundlicher Senior wegen eines nichtigen Anlasses so reagiert hat.»

Bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten

Der Rentner war geständig und akzeptierte den Strafvorschlag der Staatsanwaltschaft. Der Fall wurde daher im abgekürzten Verfahren behandelt. Der 65-Jährige wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt, die er nur absitzen muss, wenn er sich binnen zwei Jahren etwas zuschulden kommen lässt. Ausserdem muss er die Ver­fahrenskosten von knapp 10000 Franken übernehmen. (mtr)

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