Bald gehört die Wiese wieder den Kühen

Einen Monat ist es her, als Tausende Musikfans am OpenAir St.Gallen feierten. In der vergangenen Woche wurden die Aufräumarbeiten und die Rekultivierung der Festivalwiese abgeschlossen. Bauer Max Gmür ist zufrieden – trotz der Trockenheit.

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Teils braun, teils grün: Das Open-Air-Gelände im Sittertobel. (Bild: Perrine Woodtli)

Teils braun, teils grün: Das Open-Air-Gelände im Sittertobel. (Bild: Perrine Woodtli)

Im Sittertobel ist es ruhig. Von den Spuren, die das OpenAir St.Gallen hinterlassen hat, ist nichts mehr zu sehen. Fast zumindest. «Ab und zu taucht ein Bierdeckel auf, wenn die Erde aufgelockert wird. Das ist aber normal. Die verschwinden nie ganz», sagt OpenAir-Bauer Max Gmür. Er ist zufrieden. Die mittlerweile wieder teilweise grüne Wiese hat sich gut erholt.

Lieber sonnig als nass

«Der Wiese geht es super, auch wenn sie noch ein wenig trocken ist», sagt Gmür. «Das schöne Wetter der vergangenen Wochen war aber ideal für die Aufräumarbeiten.» Der Landwirt wünscht sich ein bisschen mehr Regen für die Wiese, betont jedoch: «Ich habe aber trotzdem lieber schönes als schlechtes Wetter. Ich finde es nicht schlimm, wenn es aufgrund der Trockenheit ein wenig länger dauert, bis das Gras spriesst: Grün wird es ja sowieso.»

Nachdem die Aufräumarbeiten abgeschlossen werden konnten, sei man nun noch ein wenig mit Abschlussarbeiten wie Fetzeln beschäftigt. Die Wiese wurde neu gesät und bald soll wieder frisches Gras wachsen. «Die Stellen, auf denen gezeltet wurde, sind bereits grün und in einem guten Zustand.» Die anderen Stellen ähneln einem braunen Ackerland. Im Vergleich zum schlammigen OpenAir St. Gallen 2013 habe es dieses Jahr bei den Aufräumarbeiten einen viel geringeren Aufwand gegeben. «Wir hatten etwa die Hälfte weniger zu tun», sagt Gmür.

OpenAir-Ticket abarbeiten

Hilfe hatte der Biobauer nebst dem Aufräumteam des OpenAir und seinen aufgebotenen Helfern auch von 300 Schulkindern und Freiwilligen. Letztere gebe es aber eher wenige. «Die meisten Helfer erhalten dafür ein Sackgeld oder arbeiten ihr OpenAir-Ticket so ab.» Falls es genügend regne und das Gras spriessen kann, gehört die Festivalwiese ab August wieder den Kühen. Dann beginnt auch für Gmür wieder der ganz normale Alltag eines Biobauern.