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BAHNVERKEHR: Der REX ist kein Regionalzug mehr

Die neuen Regeln für den Fernverkehr betreffen auch die Ostschweiz. Die Südostbahn fährt ab Ende 2020 die Panoramastrecke am Gotthard für die SBB. Und die Rheintallinie wird Teil des Fernverkehrsnetzes.
Christoph Zweili
Im Rheintal sollen die Fernverkehrs-Doppelstockzüge fahren. (Bild: KEY)

Im Rheintal sollen die Fernverkehrs-Doppelstockzüge fahren. (Bild: KEY)

Jahrelang hat sich der grösste Ostschweizer Kanton erfolglos darum bemüht, den von den SBB gefahrenen Rheintal-Express aufzuwerten, um die Staatskasse zu entlasten. Die vom Bundesamt für Verkehr (BAV) am Donnerstag präsentierten neuen Spielregeln für den künftigen Fernverkehr zeigen nun, dass ein wichtiger Zwischenschritt erreicht ist. Der REX auf der Strecke St. Gallen–Chur wird neu stündlich als Fernverkehrslinie geführt. Aus St. Galler Sicht wird damit zwar der Knoten St. Gallen gestärkt, Ziel aber bleibt der Halbstundentakt für die schnelle Verbindung im Rheintal. Bisher hatten ausschliesslich die SBB das Monopol auf den Fernverkehrslinien in der Schweiz gehalten. Die Bundesbahnen wollen den heute in der einen Stunde als Regionalverkehrs- und in der nächsten als Fernverkehrslinie geführten REX ab Fahrplanwechsel 2019/2020 stündlich von 6 bis 22 Uhr führen, parallel ist die Umstellung auf Fernverkehrs-Doppelstockzüge geplant.

Weniger Abgeltungen an die Bundesbahnen

Die Bestellerkantone St. Gallen und Graubünden werden mit dem neuen Regime jährlich um 2,5 Millionen Franken entlastet, dies durch den Wegfall von ­Abgeltungen an die SBB. Den Kanton St. Gallen betrifft dies mit jährlich über 1,15 Millionen Franken, weil er den REX nicht mehr unter dem Titel Regionalverkehr bestellen und bezahlen muss. ­Davon profitieren auch die politischen Gemeinden, die sich an dieser Abgeltung zu 50 Prozent beteiligen. Parallel laufen im Rheintal die Vorbereitungen für die Beschleunigung des REX. Für die Doppelspur-Ausbauten Trübbach–Buchs und die Anpassungen Rüthi–Oberriet sind die Arbeiten für das Vorprojekt ­gestartet worden. Sie sollen bis Frühjahr 2019 fertiggestellt werden. Laut dem Kanton St. Gallen gehen die SBB derzeit davon aus, dass die Doppelspur Ende 2025 in Betrieb gehen kann.

Die Südostbahn wird neu auch die Direktverbindung Chur–Zürich–Bern fahren, nicht aber wie beabsichtigt die verlängerte Rheintallinie Chur–St. Gallen–Wil–Zürich. Auf Anfrage hiess es dazu am Freitag aber nur «kein Kommentar».

Christoph Zweili

christoph.zweili@tagblatt.ch

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