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BAHNNETZ: Die Halde durchbohrt

Mit dem Durchstich im Ruckhaldetunnel ist der Weg geebnet für die Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen.
Tunnelarbeiter feiern den Ruckhalde-Durchstich. (Bild: Michel Canonica)

Tunnelarbeiter feiern den Ruckhalde-Durchstich. (Bild: Michel Canonica)

Gotthard-Stimmung im Untergrund der Stadt St. Gallen: Am 20. Juli gelang der Durchstich im Ruckhaldetunnel der Appen­zeller Bahnen (AB). Nach über einem Jahr Bauzeit brach der Bagger durch, die beiden Teile der 700 Meter langen Röhre wuchsen zusammen. Mineure, Bahnmitarbeiter und geladene Gäste feierten das Ereignis in 16 Metern Tiefe. Mit dem Tunnel entfällt die Zahnradstrecke hinauf zum Riethüsli. Dank kürzerer Fahrzeiten können die AB den Viertelstundentakt einführen. Ab Dezember werden die Züge auf der Strecke Appenzell–St. Gallen–Trogen durchgehend verkehren – damit erhält die Ostschweiz ihre eigene Durchmesserlinie.

Es zeigte sich, dass auch der Bau eines kleinen Tunnels seine Tücken hat. Von Norden her ging es dank Sprengungen in kompaktem Gestein rasch vorwärts – drei bis vier Meter pro Tag. Auf der Südseite allerdings kämpften sich Arbeiter und Maschinen fast von Beginn an durch feinkörniges ­Lockergestein, sie gewannen täglich nur einen bis zwei Meter. Im Mai musste der Bau für einige Tage gestoppt werden, weil beim Südportal unüblich viel Wasser eindrang. Schon befürchtete man, das Wasser könnte aus dem Nestweiher stammen, der über dem Tunnel liegt. Der Verdacht erhärtete sich aber nicht, und weil zugleich die Arbeiten auf der Nordseite schneller vorangingen als angenommen, fand der Durchschlag sogar früher statt als geplant. Nun werden die Schienen und die weitere Infrastruktur im Tunnel verlegt. Am 3. April 2018 ist definitiv Schluss mit dem Zahnradbetrieb an der Ruckhalde: Die Bahnstrecke St. Gallen–Teufen wird wegen der Bauarbeiten für die Durchmesserlinie gesperrt, es verkehren Ersatzbusse. Ab dem 7. Oktober fahren die AB dann ­regulär durch den Tunnel.

Adrian Vögele

adrian.voegele@tagblatt.ch

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