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Bahnausbau 2035: Bundesparlament gibt grünes Licht für Rorschacher Doppelspur

Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat dem Doppelspurausbau zwischen den Bahnhöfen Rorschach und Rorschach Stadt bis 2035 zugestimmt. Bundesrätin Simonetta Sommaruga drückte ein Auge zu. Das Ausbaupaket enthält überdies weitere Verbesserungen für den Bahnverkehr in der Ostschweiz.
Adrian Vögele, Bern
Die Bahnlinie zwischen Goldach und dem Rorschacher Hauptbahnhof soll bis 2035 durchgehend doppelspurig sein. (Bild: Urs Bucher)

Die Bahnlinie zwischen Goldach und dem Rorschacher Hauptbahnhof soll bis 2035 durchgehend doppelspurig sein. (Bild: Urs Bucher)

Knapp 13 Milliarden Franken hat der Nationalrat am Dienstag für Bahnausbauprojekte bis 2035 bewilligt. Eine Reihe von Vorhaben hatte das Parlament nachträglich hinzugefügt. Dazu gehört auch die Doppelspur zwischen Rorschach und Rorschach Stadt, für die 30 Millionen Franken vorgesehen sind. Damit kann die letzte einspurige Strecke auf der nationalen Ost-West-Achse beseitigt werden.

Im Ständerat hatte Paul Rechsteiner (SP/SG) im März den Antrag für die Rorschacher Doppelspur durchgebracht. Bundesrätin Simonetta Sommaruga hatte sich damals dagegen gewehrt: Damit werde der reguläre Planungsprozess umgangen. Die Finanzkommission und die Verkehrskommission des Nationalrats stimmten dann aber der Priorisierung des Projekts zu. Dies obwohl sich auch das Bundesamt für Verkehr kritisch geäussert hatte: Die Doppelspur sei technisch schwierig zu realisieren.

«Eine vertretbare Sünde»

Am Dienstag im Nationalrat blieb das Projekt dennoch unbestritten. Thierry Burkhart (FDP/AG) sagte, der Bedarf sei ausgewiesen und die Planung bereits sehr weit fortgeschritten. Die Rorschacher Doppelspur in den Ausbauschritt aufzunehmen, sei eine «vertretbare Sünde». Ausserdem fügte die grosse Kammer dem Paket die Haltestellen Winterthur-Grüze und Thun Nord hinzu.

Die Verkehrsministerin drückte ein Auge zu. Der Bundesrat könne mit diesen Ergänzungen leben. Allerdings sei damit das Maximum des Machbaren in diesem Zeitraum erreicht: Die Ausbauten müssten schliesslich parallel zum täglichen Verkehr geschehen, sagte Sommaruga. «Wir wollen die Passagiere nicht verärgern.» Früher hatte sie auch darauf hingewiesen, dass die personellen Kapazitäten für die Planung beim Bund beschränkt seien.

Ostschweizer Beharrlichkeit zahlt sich aus

Die St.Galler Regierung äussert sich erfreut zum Entscheid des Nationalrats. Die Verbesserungen gegenüber der ursprünglichen Ausbauvorlage aus dem Jahr 2017 seien wesentlich. Zunächst hätten wichtige Vorhaben etwa für den Vollknoten St.Gallen oder für Taktverdichtungen der St.Galler S-Bahnen gänzlich gefehlt. Dass es nun besser aussehe, sei der beharrlichen Arbeit von Regierung, Kantonsrat und Verwaltung sowie der St.Galler Parlamentarier auf Bundesebene zu verdanken. Nebst dem Doppelspurausbau in Rorschach erwähnt die Regierung folgende Vorhaben, die Teil des Ausbaupakets 2035 sind:

  • Kapazitätssteigerung und Beschleunigung im Korridor Winterthur-St. Gallen-St.Margrethen
  • Leistungssteigerung Bahnhof St.Gallen
  • Bau Brüttener Tunnel zwischen Winterthur und Bassersdorf
  • Ausbau Bahnhof Zürich Stadelhofen
  • Ausbau Wil-Frauenfeld mit neuer Haltestelle Wil West

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