«Bären», Grub: Bodenhaftung auf hohem Niveau

Noch bevor es losgeht mit dem «Gruss aus der Küche» (Frühlingsrolle auf Apfelchutney) und dem Menu, wartet die Kellnerin mit dreierlei Brot auf und serviert dazu Oliven-Tapenade, Quarkcrème mit Peperoni, gesalzene und ungesalzene Butter.

Drucken
Teilen

Noch bevor es losgeht mit dem «Gruss aus der Küche» (Frühlingsrolle auf Apfelchutney) und dem Menu, wartet die Kellnerin mit dreierlei Brot auf und serviert dazu Oliven-Tapenade, Quarkcrème mit Peperoni, gesalzene und ungesalzene Butter.

Wundervolle Einstimmung

So empfängt der «Bären» im ausserrhodischen Grub an einem Abend voller Schneetreiben seine Gäste. Es ist eine wundervolle Einstimmung auf das, was kommen wird. Von der einfachen Mahlzeit bis zum Mehrgänger ist im «Bären» mit seinen drei Lokalitäten – Restaurant, Biedermeier-Stübli und Saal – alles zu haben. Die Karte des Restaurants offeriert regionale Spezialitäten wie Rösti in zahlreichen Varianten, fährt aber auch schwereres Geschütz auf wie Schweinsschnitzel «Wiener Art», Siedfleisch mit geriebenem Meerrettich oder Zanderfilet.

Am Mittag sind zudem ganze Menus zu haben – vom «Arbeiter-Menu» bis zum «Gourmet-Express». Auch das abendliche Angebot im holzgetäferten Stübli hat es in sich. Vier Menus stehen zur Wahl: das Biedermeier-Menu (4 Gänge, 58.50), das Fischmenu (5 Gänge, 86.50), der Gourmet-Genuss (6 Gänge, 98.50) und das Klassische Menu (4 Gänge, 58.50). Doch kann jeder Gang separat bestellt werden, die Menus lassen sich kombinieren, und vieles findet sich überdies auf der Karte – so dass die Breite des Angebots keine Abstriche an der Qualität mit sich bringt.

Das Biedermeier-Menu

Wir entscheiden uns für Biedermeier-Menu und Klassisches Menu – und schieben vor dem Dessert einen Käseteller mit Früchtebrot (12.50) ein. Mit winterlichem Blattsalat mit Tranchen von geräucherter Entenbrust startet das Biedermeier-Menu, es setzt sich fort mit Kürbis-Schaumsüppchen mit Curry und gebratener Crevette und erreicht mit dem zarten Medaillon vom Jungschweinefilet mit Dörrfrüchte-Konfitüre auf Schupfnudeln seinen Höhepunkt. Dem sehr lohnenden Käse-Zwischenspiel folgt ein kleines Gläschen mit Orangenfilet, -Sorbet und -Schaum, bevor es mit Apfel-Tarte-Tatin und caramelisierter Baumnussglace in die letzte Runde geht.

Hauchfein geschnitten

Das Klassische Menu steigt ein mit buntem Blattsalat und Hüttenkäse, wird dann ein wenig währschaft (mit einem Rindfleischsüppchen mit kleinem Gemüse), bevor der Gast zwischen Rindsfiletspitzen «Stroganoff», mit Café-de-Paris-Butter überbackenem Entrecôte und gebackenem Kalbsschnitzel «Wiener Art» wählen kann.

Der Kartoffelgratin lässt uns zum Entrecôte greifen, und in der Tat: So hauchfein geschnittene, butterzart überbackene Kartoffeln haben wir lange nicht bekommen, das Entrecôte kann ebenso mithalten wie später das Dessert: Vermicelles in einer knusprig-süssen Honigwabe mit Vanille-Meringues-Parfait-Rahmglace.

Ein Gefühl der Heimat

Dazu trinken wir aus dem reichen Angebot zwei Offenweine: Der leichte «Clancys White» von Peter Lehmann, Australien, und die fruchtige «Cuvée Classic» vom österreichischen Weingut Krug (je 5.60 pro Deziliter).

Unser Eindruck: Der «Bären» in Grub hat seine eigene Atmosphäre. Eine Küche, die Bodenhaftung auf kulinarisch hohem Niveau praktiziert, vermittelt dem Gast ebenso ein Gefühl der Heimat wie das holzgetäferte Interieur. (R. A.)


Visitenkarte

Bären, Grub AR

Halten 112, 9035 Grub, Dietmar Wild und Adriana Memoli, Telefon 071 891 13 55

Fax 071 891 63 09

info@baeren-grub.ch, www.baeren- grub.ch

Öffnungszeiten: Geschlossen von Sonntag 22 Uhr bis Dienstag 17 Uhr.

Karte: Hauptgänge im Stüble 24.50 bis 44.50, 4 Menus

Besonderes: Saal, Hotelzimmer. Weihnachtsgänseschmaus am 26. Dezember, Fondue und Schlemmermenu am Silvester.

Aktuelle Nachrichten