Axpo: Thurgauer Regierung gegen Neugründung

FRAUENFELD. Der Thurgauer Regierungsrat hält es für «äusserst schwierig, wenn nicht als praktisch aussichtslos», den Gründungsvertrag der Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK) neu zu verhandeln.

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FRAUENFELD. Der Thurgauer Regierungsrat hält es für «äusserst schwierig, wenn nicht als praktisch aussichtslos», den Gründungsvertrag der Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK) neu zu verhandeln. Von dem zu Axpo umbenannten Stromkonzern habe der Thurgau fast hundert Jahre «in hohem Masse profitiert», schreibt der Regierungsrat in der Beantwortung einer Interpellation von Kurt Egger (Grüne), Josef Gemperle (CVP) und Roman Giuliani (SP). Die drei Kantonsräte hatten die Änderung des NOK-Vertrags verlangt. Die Axpo solle verstärkt die Energieeffizienz fördern, einheimische Energiequellen nutzen und das Netz erneuern.

Mit 12,25 Prozent beteiligt

Der Regierungsrat hält eine Erneuerung des NOK-Gründungsvertrags allenfalls «in einem grossen, breit angelegten, fachlich und politisch professionell begleiteten Projekt» für möglich, wenn die Energiestrategie 2050 des Bundes in Kraft ist. Die Führungsrolle könne kaum beim Thurgau mit seiner Minderheitsbeteiligung von 12,25 Prozent liegen. Der Regierungsrat bezeichnet die Annahme als falsch, dass die Axpo ihr Engagement in zukunftsträchtige Energietechniken zurückfahre. Sie sei seit langem die grösste Produzentin erneuerbarer Energien in der Schweiz. Zusätzlich setze sie verstärkt auf Windenergie im Ausland.

«Wettbewerb erwünscht»

Bezüglich der Konkurrenz zwischen den Kantonswerken und der Axpo erklärt der Regierungsrat, dass Wettbewerb gemäss Strommarktgesetz erwünscht sei. Von der Axpo erwarte er, dass sie primär die Rolle der Produzentin, der internationalen Händlerin und der Lieferantin der Kantonswerke übernehme. Weiter gibt der Regierungsrat bekannt, dass er 2016 die Übernahme der Axpo-Aktien vom EKT ins Kantonseigentum beurteilen werde. (wu)