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Video

Autobahnbrücke in Genua: Der Moment der Katastrophe im Video

Die italienische Polizei hat Aufnahmen einer Überwachungskamera, die den Einsturz der Morandi-Brücke zeigen, veröffentlicht. Die Bergung wurde am Montag wegen verdächtigen «Geräuschen» unterbrochen.

Ein Video, das den Moment des Einsturzes der Morandi-Brücke zeigt, wurde am Montag von der Polizei veröffentlicht. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie Brückenteile auf das Gelände eines Müllsammelzentrums krachen. Im Video sieht man zudem Menschen, die weglaufen. Ob diese wegen dem Regen rennen oder ob sie die sich anbahnende Katastrophe erkannten, bleibt unklar.

Verdächtige Geräusche

Die Feuerwehr hat am Montag aus Sicherheitsgründen ihre Arbeit unter einem der beiden Brückenreste vorläufig eingestellt. Der Rumpf, der über evakuierten Wohnhäusern verläuft, mache Geräusche, die sich von denen in den vergangenen Tagen unterschieden, sagte Feuerwehrsprecher Luca Cari.

Die Bewohner der Häuser dürften deshalb von nun an keine persönlichen Gegenstände mehr aus ihren Wohnungen holen, erklärte der Sprecher am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur DPA.

Am Montag sollten die ersten betroffenen Familien neue Bleiben bekommen, kündigte der Regionalpräsident von Ligurien, Giovanni Toti, auf Twitter an. Bis zum 20. September sollten weitere 40 Wohnungen zur Verfügung stehen, bis Ende des Monats weitere 100. "Innerhalb von maximal acht Wochen gibt es ein Zuhause für alle", versprach er. Mehr als 500 Genuesen hatten ihre Wohnungen verlassen müssen.

Spannseile waren von Rost befallen

Am Montag wurde zudem bekannt, dass eine Untersuchung von Anfang Jahr ergeben hatte, dass die Spannseile der Autobahnbrücke bis zu 20 Prozent verrostet waren. Dies berichtete das italienische Magazin «L'Espresso» am Montagmorgen. Dem «L'Espresso» liegt der Bericht vor.

Staat und Autobahnbetreiber wussten von Mängeln

Der Prüfbericht wurde am 1. Februar von sieben Ingenieuren einer technischen Kommission diskutiert. Fünf von ihnen vertraten den italienischen Staat, zwei den Autobahnbetreiber Autostrade per l’Italia.

Die Untersuchung führte zu keinerlei Sofortmassnahmen. Die Brücke wurde weder vollkommen gesperrt, noch teilweise entlastet, etwa durch eine Sperre für Lastwagen, die Schliessung einer Fahrspur, oder eine Tempobegrenzung. Es wurde nur empfohlen, im Rahmen einer geplanten Sanierung die Spannseile zu verstärken. Der Verkehr floss unbehindert weiter. Mit drastischen Folgen.

(Rossella Blattmann/sda/zfo)

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