Ausstellung zeigt religiöse Vielfalt

ST. GALLEN. «Ein Stück Himmel auf Erden» lautet der Titel der Ausstellung über Ostkirchen, die vom 19. Februar bis 1. März im Waaghaus in St. Gallen zu sehen ist.

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ST. GALLEN. «Ein Stück Himmel auf Erden» lautet der Titel der Ausstellung über Ostkirchen, die vom 19. Februar bis 1. März im Waaghaus in St. Gallen zu sehen ist. Die Ausstellung will die verborgenen ostkirchlichen Gemeinschaften sichtbar machen und den Reichtum ihrer Traditionen dem Publikum näherbringen. Sie will einen Beitrag zu einer gelebten Ökumene leisten und das Interesse wecken.

Kirchliches Leben

Obwohl die Ausstellung die Ostkirchen im Raum Zürich beleuchtet, hat sie Gültigkeit für alle ostkirchlichen Gemeinschaften in der Schweiz. Die Fotografin Vera Markus geht dem kirchlichen Leben mit seinen oft archaischen Ausdrucksformen nach. Sie ist dabei, wenn ein Kind getauft wird, junge Menschen heiraten, ein Verstorbener beerdigt wird.

Die Ausstellung zeigte aber auch, wie gross die religiöse Vielfalt in der Schweiz ist. Neben den anerkannten christlichen Kirchen stehen verschiedenste Freikirchen. Darüber hinaus gibt es Synagogen, Moscheen und Tempel. Vergessen werden dabei oft die Christen aus dem Osten. Ihre Wurzeln sind in Griechenland, Russland, Serbien, Rumänien oder Bulgarien. Andere stammen aus Ägypten, Äthiopien, Armenien, Syrien und der Türkei, aus Indien oder Eritrea. Sie sind als Studenten, als Arbeitskräfte oder als Flüchtlinge in die Schweiz gekommen und haben ihre religiöse Prägung mitgebracht.

Gastrecht in Kirchen

Die meisten ostkirchlichen Gemeinschaften geniessen Gastrecht in einer katholischen oder reformierten Kirche. Andere haben inzwischen ihre eigenen Gottesdienstorte gebaut oder konnten ältere Kirchen übernehmen und ihrer Tradition gemäss umgestalten. Ein Beispiel dafür ist die alte Kapelle auf dem Friedhof Feldli in St. Gallen, welche heute von der griechisch-orthodoxen Gemeinde genutzt wird. (kid/jm)

Vernissage: 18. Februar, 18.30 Uhr. Ausstellung: Montag, Dienstag und Freitag jeweils von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr.