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Aussprache mit St.Galler Parlamentariern: SBB räumen Probleme am Bahnknoten Sargans ein

Am Bahnhof Sargans klappen die Anschlüsse häufig nicht. Der Interregio aus St.Gallen sei zu wenig pünktlich, bestätigten die SBB bei einem Treffen mit St.Galler Bundesparlamentariern. Eine Ursache sind Störungen bei den neuen Doppelstockzügen.
Adrian Vögele, Bern
Einer der neuen SBB-Doppelstockzüge als Interregio 13 auf der Linie Zürich-St.Gallen-Chur. (Bild: Markus Widmer/Keystone)

Einer der neuen SBB-Doppelstockzüge als Interregio 13 auf der Linie Zürich-St.Gallen-Chur. (Bild: Markus Widmer/Keystone)

Am Bahnhof Sargans harzt es: Passagiere, die vom Rheintal kommend auf den Intercity nach Zürich umsteigen wollen, stranden des Öfteren, weil ihnen der Anschlusszug vor der Nase wegfährt. Drei Minuten beträgt die Umsteigezeit gemäss Fahrplan. Die Perrons der beiden Züge liegen allerdings weit auseinander – und nicht selten ist der Interregio 13 aus St.Gallen verspätet, sodass die Zeit noch knapper wird. CVP-Nationalrat Thomas Ammann wurde deshalb mit weiteren St.Galler Bundesparlamentariern und dem kantonalen Amt für öffentlichen Verkehr bei den SBB vorstellig und verlangte eine Aussprache. Anfang Woche hat das Gespräch stattgefunden.

«Die SBB haben erkannt, dass die Lage unbefriedigend ist», stellt Ammann fest. Die Ankunftspünktlichkeit der Züge in Sargans sei «ungenügend», schreiben die SBB in den Unterlagen zum Treffen. Seit Anfang Jahr kam der Interregio 13 in 89 Prozent der Fälle pünktlich in Sargans an. Das Ziel wären 95 Prozent. Zwischen Mitte August und Mitte September kam es 82 Mal vor, dass die Anschlüsse in Sargans nicht klappten. Die Hauptursache für die Verspätungen sind technische Störungen.

Zu lange Haltezeiten wegen Reisegruppen

In jedem dritten Fall waren die Züge wegen Fahrzeugstörungen verspätet. Besonders anfällig sind die neuen Doppelstockzüge (FV-Dosto), die auf der Rheintallinie eingesetzt werden. «Das Beispiel Sargans zeigt: Es ist dringend, dass die Probleme mit dem Dosto rasch gelöst werden», sagt Ammann. Weitere häufige Ursachen sind Störungen an den Bahnanlagen und organisatorische Schwierigkeiten. Letzteres bedeutet beispielsweise, dass die Interregiozüge an manchen Stationen zu lange halten, weil Reisegruppen ihre reservierten Wagen nicht rechtzeitig finden. Die St.Galler Delegation verlangte auch hier Verbesserungen. «Es muss doch möglich sein, die Gruppen zu informieren, sodass sie auf dem Perron im richtigen Sektor stehen», sagt Ammann.

Neue Weichen für 26 Millionen Franken?

Thomas Ammann, St.Galler CVP-Nationalrat (Bild: KEY)

Thomas Ammann, St.Galler CVP-Nationalrat (Bild: KEY)

Die SBB prüften auch, ob sich im Bahnhof Sargans der Intercity nach Zürich auf ein anderes Gleis verlegen liesse, damit das Umsteigen weniger Zeit kostet. Dafür wären allerdings Umbauten an den Gleisen nötig – Kostenpunkt: 26 Millionen Franken. «Das ist viel Geld für eine verhältnismässig kleine Verbesserung», sagt Ammann. Zuerst gelte es abzuwarten, wie sich der Bahnausbauschritt 2025 mit den Ausbauten auf der Rheintallinie auswirke. Die SBB versprechen eine Stabilisierung des Betriebs mit weniger Verspätungen. «Damit wäre uns schon gedient», sagt Ammann.

Um auf der Rheintallinie Zeit zu sparen, erwähnen die SBB auch radikale Massnahmen wie den Verzicht auf Halte beim Interregio oder der S4. Allerdings sei es schwierig, solche Fahrzeitgewinne bis nach Sargans weiterzugeben, weil die Linie über weite Strecken einspurig ist. Thomas Ammann ist aus Rheintaler Optik ohnehin gegen das Auslassen von Haltestellen, wie er sagt. Die St.Galler Politiker haben die SBB derweil aufgefordert, eine Kreuzungsstelle in Trübbach zu prüfen, um die Fahrzeit zu verkürzen. Ein weiterer Austausch mit den SBB zum Thema soll während der nächsten oder übernächsten Session stattfinden.

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