Ausserrhoder Pensionskasse soll saniert werden

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Renten Die Pensionskasse der rund 3400 Ausserrhoder Staatsangestellten (PKAR) kann in Zukunft die Renten nicht mehr genügend finanzieren. Die Regierung will deshalb ab 2021 die Renten schrittweise senken und die Lohnabzüge erhöhen. Sie unterbreitet dem Kantonsrat eine entsprechende Revision des Pensionskassengesetzes, wie der Kanton am Mittwoch mitteilte. Die Beratung im Kantonsrat in erster Lesung ist für den 12. Juni geplant.

Die Pensionskasse Appenzell Ausserrhoden (PKAR) ist derzeit mit einem Deckungsgrad von leicht über 100 Prozent noch gesund. Wegen der tiefen Zinsen und der steigenden Lebenserwartung lassen sich die Renten aber in Zukunft nicht mehr wie heute finanzieren, wie es heisst.

«Laufende Renten nicht betroffen»

Zur Gesunderhaltung der Kasse will die Regierung den Umwandlungssatz, der die Höhe der Renten bestimmt, ab 2021 schrittweise von 6 auf 5,4 Prozent senken. Dies bedeutet theoretisch eine Kürzung der Renten um 10 Prozent. Die laufenden Renten seien von den Massnahmen nicht betroffen, heisst es im Communiqué. Um dies abzufedern, sollen Versicherte und Arbeitgeber höhere Sparbeiträge und Einlagen von rund sechs Millionen Franken bezahlen. Dies erfordert eine Änderung des Pensionskassen­gesetzes. Die PKAR selbst soll durch Auflösung von Reserven rund zehn Millionen Franken beisteuern.

Auch im Kanton St. Gallen ist die schwierige Lage der Pensionskasse des Staatspersonals demnächst Thema im Parlament: Die Regierung plant eine Einmaleinlage von 200 Millionen in die Kasse. Die vorberatende Kommission lehnt die Vorlage ab. Der Rat wird in der Aprilsession darüber entscheiden. (sda/red)