Ausreiseverbote gegen FCSG-Fans

ST.GALLEN. Wie das St.Galler Fussballmagazin "Senf" berichtet, haben 22 FCSG-Fans Post vom Bundesamt für Polizei (fedpol) erhalten. Sie dürfen für das Pokalspiel zwischen dem SSV Reutlingen und dem Karlsruher SC nicht ausreisen.

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Zwischen den Fans des FC St.Gallen und Reutlingen besteht eine Fanfreundschaft. (Bild: zVg.)

Zwischen den Fans des FC St.Gallen und Reutlingen besteht eine Fanfreundschaft. (Bild: zVg.)

Diesen Samstag empfängt der SSV Reutlingen im DFB-Pokalspiel den Karlsruher SC. Zwischen den St.Galler und den Reutlinger Fans besteht seit vielen Jahren eine Fanfreundschaft. Wie das St.Galler Fussballmagazin "Senf" nun auf seiner Website berichtet, besteht zudem eine enge Freundschaft zwischen den Reutlinger und den Stuttgart-Fans, die ihrerseits mit den Karlsruher Fans verfeindet seien. Deshalb wurde die Pokal-Partie zu einem Hochrisikospiel erklärt.

Dies hat die Kantonspolizei St.Gallen auf den Plan gerufen. Sie hat beim fedpol die Ausreisebeschränkungen beantragt, wie sie gegenüber unserer Zeitung bestätigte. 22 Fans des FC St.Gallen wurden mit einer Ausreisebeschränkung belegt, wie das fedpol auf Anfrage des "Senf" sagte. Wenn das fedpol vermutet, dass sich eine Person bei einer Sportveranstaltung im Bestimmungsland an Gewalttätigkeiten beteiligen wird, kann eine Ausreisebeschränkung erlassen werden. In der Regel werden die Ausreiseverbote auf Antrag der kantonalen Polizeibehörden erlassen, wie "Senf" schreibt.

Die Ausreiseverbote wurden offenbar mit Tumulten bei einem Spiel zwischen dem SSV Reutlingen und dem SSV Ulm begründet. Ob sich an jenem 9. Mai dieses Jahres auch FCSG-Fans an den Tumulten beteiligten, ist nicht bewiesen. Laut "Senf" sind von den Ausreisesperren auch Personen betroffen, die noch nie ein Spiel in Reutlingen besucht haben. (rr)

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