Ausländer an die Urne?

REHETOBEL. Am 30. November stimmt Rehetobel über das Ausländerstimmrecht auf Gemeindeebene ab. Was in Ausserrhoden möglich ist, ist im Rest der Ostschweiz kaum denkbar.

Kaspar Enz
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In Speicher, Trogen und Wald dürfen Ausländer schon abstimmen. Rehetobel könnte die vierte Gemeinde werden, in der das möglich ist. (Bild: Hanspeter Schiess)

In Speicher, Trogen und Wald dürfen Ausländer schon abstimmen. Rehetobel könnte die vierte Gemeinde werden, in der das möglich ist. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ausländer, die zehn Jahre in der Schweiz leben, und fünf Jahre in Ausserrhoden, sollen in Rehetobel über Gemeindeangelegenheiten abstimmen dürfen. Das fordert die Initiative der Lesegesellschaft Dorf, die am 30. November zur Abstimmung gelangt. Sarah Kohler, Präsidentin der Lesegesellschaft, ist zuversichtlich. Und auch Gemeindepräsident Ueli Graf glaubt, dass die Rehetobler der Vorlage zustimmen. Auch die Nachbargemeinden Trogen, Speicher und Wald haben das Ausländerstimmrecht schon eingeführt. Ausser in Ausserrhoden ist ein Ausländerstimmrecht in der Ostschweiz aber chancenlos. Auch in Gemeinden, wo das Vorhaben auf Anklang stossen würde. Dafür müssten die Kantonsverfassungen geändert werden. Dass das klappt, glauben auch die Befürworter nicht.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 9. November.

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