Aufwachsen mit streitenden Eltern

Tausend Mal pro Jahr rücken Stadtpolizei und Kantonspolizei St. Gallen wegen häuslicher Gewalt aus. Häufig sind Kinder von Gewalt in Paarbeziehungen mitbetroffen – nicht ohne Folgen für sie.

Regula Weik
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Gewalt in Paarbeziehungen – häufig sind Kinder mitbetroffen. (Archivbild: Susann Basler)

Gewalt in Paarbeziehungen – häufig sind Kinder mitbetroffen. (Archivbild: Susann Basler)

ST. GALLEN. Kinder, die in ihrer Familie häusliche Gewalt erleben, stünden ständig «unter Strom», sagt Sonja Suter, Mitarbeiterin der Beratungsstelle In Via am Kinderschutzzentrum St. Gallen. Sie fragten sich permanent: «Bleibt es heute ruhig oder gibt es wieder Streit?» Kinder reagierten unterschiedlich auf häusliche Gewalt, doch das Aufwachsen in einer Atmosphäre der Gewalt bleibt für sie äusserst selten ohne Folgen.

Dem Thema war kürzlich eine nationale Konferenz gewidmet. Dort wurden folgende Zahlen genannt: Jährlich sind in der Schweiz 27 000 Kinder und Jugendliche von Gewalt in Paarbeziehungen mitbetroffen. Und: Bei mehr als jeder zweiten Polizeiintervention wegen häuslicher Gewalt sind Kinder anwesend.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 12. Dezember.

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