Auftrieb für Innerrhoder Windanlage

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Oberegg Seit Jahren ist eine Windkraftanlage im Gebiet Hon-egg-Oberfeld in Oberegg Thema. Nun hat die Innerrhoder Standeskommission das dazu notwendige Richtplanverfahren eingeleitet. Man sei sich bewusst, dass eine Windenergieanlage grosse Auswirkungen auf die Landschaft habe, heisst es in der entsprechenden Mitteilung. Auch wisse man um die Beeinträchtigungen, die sich für Anwohner ergeben würden. Dennoch: Die Standeskommission erachtet es angesichts der Energiestrategie des Bundes und des damit notwendig werdenden Wechsels hin zu erneuerbaren Energien für richtig, die Diskussion offen zu führen. Sie hat daher beschlossen, für den Standort Honegg-Oberfeld, für den bereits ein konkretes Realisierungsinteresse besteht, das Einwendungsverfahren einzuleiten. Die entsprechende Richtplananpassung wird öffentlich aufgelegt.

Noch bedeutet dieser Schritt keine definitive Realisierung des Projekts. Im Anschluss an das Einwendungsverfahren werden die Standeskommission und der Grosse Rat im Rahmen einer Interessenabwägung zu entscheiden haben, ob der Standort Hon-egg-Oberfeld definitiv für eine Windenergieanlage im kantonalen Richtplan festgelegt wird. Fällt der Entscheid des Grossen Rates negativ aus, darf die Anlage nicht gebaut werden. Fällt er positiv aus, muss vorab ein kantonaler Nutzungsplan ausgearbeitet und vom Grossen Rat verabschiedet werden. Erst dann kann in einem weiteren Schritt das Baubewilligungsverfahren eingeleitet werden, in dessen Rahmen wiederum die üblichen Rechtsmittel zur Verfügung stehen.

Der heutige kantonale Richtplan von Appenzell Innerrhoden bezeichnet insgesamt vier Gebiete als mögliche Standorte für Windenergieanlagen, eines davon ist der Raum Honegg-Oberfeld im Bezirk Oberegg. Gemäss einer Machbarkeitsstudie ist der Bau der Anlage möglich. Wegen der Vereinbarkeit mit dem Landschaftsschutz wären strenge Auflagen einzuhalten. (rf)