Auf Schienen zum Gewinn

Die Appenzeller Bahnen AG verzeichnete im Geschäftsjahr 2010 einen deutlich höheren Gewinn. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2014 alle Bahnübergänge zu sanieren.

Kaspar Enz
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Ein Zug der Appenzeller Bahnen ist auf der Strecke St. Gallen–Gais unterwegs. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ein Zug der Appenzeller Bahnen ist auf der Strecke St. Gallen–Gais unterwegs. (Bild: Hanspeter Schiess)

st. gallen. Fünf Millionen Fahrgäste nutzten 2010 das Streckennetz der Appenzeller Bahnen (AB). Das sind zwar weniger als 2009, doch die Zahlen seien nicht vergleichbar, wie die AB mitteilen. Seit letztem Jahr werden die Fahrgastzahlen elektronisch gezählt, bisher wurde ihre Zahl aus den Billetteinnahmen abgeleitet.

Verkehrserträge gestiegen

Die Verkehrserträge sind 2010 gestiegen – genug, dass die Appenzeller Bahnen die 236 000 Franken kompensieren konnten, um die der Bund die Abgeltungsleistungen kürzte. Abgeltungen machten trotzdem den grössten Teil des Umsatzes aus: Rund 24,5 Millionen Franken zahlten die Besteller, sagt Verwaltungsratspräsident Jörg Schoch. Die Verkehrserträge lagen bei 10,8 Millionen Franken. Trotzdem sank der Umsatz leicht, von 41,9 auf 41,2 Millionen Franken. Aus einem erfreulichen Grund: Eingebrochen seien die Leistungen von Versicherungen wegen Schadensfällen. «Wir hatten 2010 weniger Unfälle», sagt Schoch.

Unter dem Strich schaute auch ein höherer Gewinn heraus: Der Betriebserfolg lag bei 713 000 Franken, gegenüber 89 000 im Vorjahr. Das sei vor allem auf tiefere Kosten zurückzuführen, sagt Schoch. Der hohe Jahresgewinn von 3,2 Millionen Franken ergab sich aus der Auflösung nicht benötigter Rückstellungen.

Neue Pensionskasse

Der Erfolg sei wesentlich den Mitarbeitern zu verdanken, sagt Jörg Schoch. Doch die mussten 2010 auf 2,5 Lohnprozente verzichten. Damit konnte die AB von der liquidierten Pensionskasse Ascoop zur Symova wechseln. «Der Lohnverzicht wurde durch eine generelle Lohnerhöhung von 1,5 Prozent abgefedert», sagt Jörg Schoch. Die AB investierten rund 10,8 Millionen Franken, in Erneuerungen, das neue Stellwerk in Herisau und die Sanierung von Bahnübergängen. Letzteres werde in den nächsten Jahren noch viel zu tun geben, sagt Schoch. Bis 2014 müssen noch 300 Bahnübergänge erneuert werden.

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