Auf die Probleme folgt die Vorfreude

Die Organisation der Tauzieh-WM in Appenzell hat sich wegen der Frankenstärke und des Rückzugs des Hauptsponsors schwierig gestaltet. Umso grösser ist nun die Vorfreude auf den Anlass mit mehr als 1000 Sportlern aus 25 Nationen.

Sarah Schmalz
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GONTEN. Zum Tauziehsport sei er wie die Jungfrau zum Kinde gekommen, sagt Sepp Breitenmoser, OK-Präsident der Anfang September stattfindenden Weltmeisterschaft. «Tauzieh-Begeisterte aus der Region wollten schon seit längerem eine WM in Appenzell ausrichten. «Sie kamen mit ihrem Anliegen auf mich zu, weil ich schon für verschiedene Grossanlässe als OK-Präsident tätig war.» Er finde, dass das Tauziehen, «ein faszinierender Leistungssport mit traditionellen Ritualen», sehr gut nach Appenzell passe, so Breitenmoser an der Mitgliederversammlung von Ostschweiz Tourismus. Die Organisation der Weltmeisterschaften sei für ihn und das ganze OK-Team jedoch eine grosse Herausforderung gewesen.

Viele Hürden genommen

«Ein grosser Dämpfer war der Ausstieg des Hauptsponsors mitten in der Planungsphase», sagt Breitenmoser. Es sei ihnen aber gelungen, rechtzeitig neue Sponsoren für den Anlass zu gewinnen. Als erschwerender Faktor sei dann auch noch der starke Franken hinzugekommen, sagt Hans Sollberger, der für die Verpflegung und Unterkunft der Sportler zuständig ist. «Vielen Teilnehmern war der Aufenthalt in der Schweiz plötzlich zu teuer.» Im Tauzieh-Weltverband TWIF seien deshalb einige für einen Wechsel des Austragungslandes gewesen. Dies habe dank günstigeren Unterbringungsmöglichkeiten und der Generierung zusätzlicher Sponsorengelder aber verhindert werden können. Beeindruckt sei er von der Begeisterung, mit welcher die Bevölkerung den Anlass mittrage, sagt Breitenmoser und fügt an: «Jeder siebte Appenzeller wird an den Weltmeisterschaften als Helfer tätig sein.»

Grosse Anhängerschaft

«Der Tauziehsport hat eine grosse Anhängerschaft. Wir erwarten 5000 bis 10 000 Zuschauer», sagt Breitenmoser. Einen Grossteil davon während der letzten beiden Tage. «Dann findet, nach den regionalen Wettkämpfen, die WM statt.» Breitenmoser spricht deshalb von «einer grossen Marketingchance für Appenzell und die gesamte Region». Im Zusammenhang mit dieser Randsportart werde die Marke Appenzell in die restliche Schweiz oder sogar ins Ausland getragen.

www.tugofwar2012.ch

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