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Auf dem Vitaparcours Aadorf ist auch das Auge beschäftigt

Mit Steigungen, fast drei Kilometern Strecke und einer Extraübung ist der Vitaparcours in Aadorf der anspruchsvollste der Ostschweiz. Posten und Wege hält Werner Hotz in Schuss – singend und in Begleitung seiner Hündin. Auch die Optik muss für ihn stimmen.
Ursula Wegstein
Der begeisterte Turner Werner Hotz hält den Vitaparcours Aadorf seit zehn Jahren instand: «Sport ist mein Leben.» (Bild: Ralph Ribi)
Mit seinen Steigungen ist der Parcours der anspruchsvollste in der Ostschweiz. (Bild: Ralph Ribi)
Die Leiter zum Entlanghangeln ist der zusätzliche, inoffizielle Posten. (Bild: Ralph Ribi)
Auf der Bank am Weiher lässt es sich gut von der Anstrengung erholen. (Bild: Ralph Ribi)
4 Bilder

Beim Härtesten läuft das Auge mit

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Der Vitaparcours auf einen Blick

  • Streckenlänge: 2,9 Kilometer
  • Steigung: 80 Meter
  • Infrastruktur: Parcours mit 15 Stationen plus einer inoffiziellen Station, Parkplätze
  • Besonderes: Freibad Heidelberg nebenan

Langsame und schnelle Jogger, Nordicwalker und Spaziergänger: Auf dem ­Vitaparcours in Aadorf ist an diesem Morgen einiges los. Werner Hotz kennt hier jede Wurzel und jeden Stein. Seit zehn Jahren ist der pensionierte Lehrer und begeisterte Sportler für die Instandhaltung und Pflege des Parcours zuständig. Wöchentlich ist er auf dem Rundlauf unterwegs, stets begleitet von Adissa, seiner Spanischen Wasserhündin. «Sie ist ein Vitaparcourshund», sagt Hotz. «Wenn ich über den Balken balanciere, balanciert sie hinter mir her.» Beim Arbeiten singt Hotz häufig – so übt der Ruheständler neue Lieder ein, die er dann seinen Kollegen von der Männerriege beibringt.

Der Parcours ist attraktiv. Wald und Weizenfelder, stehende und fliessende Gewässer, Treppen und Trampelpfade sorgen für Abwechslung. Erst einen steilen Hang hinab, führt der Weg vorbei an einem privaten Wasserkraftwerk. Hotz zeigt nach oben. Dorthin, wo Biber eine Rutsche angelegt haben. Biber, die hier in grosser Zahl leben, haben sich laut Hotz im benachbarten Zuckerrübenfeld bedient und sind dann den Hang abwärts gerutscht, um die Rüben am Wasser zu verzehren.

Sicherheit plus Komfort für jedermann

Zweimal kreuzt der Vitaparcours die Schnellstrasse zwischen Aadorf und Wittenwil. «Ausserhalb einer Ortschaft ist es leider nicht möglich, die Geschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. Wir haben dafür gekämpft,» sagt Hotz. Immerhin hat es an den Stellen jetzt ein Vitaparcours-Schild. Wert legt der ehemalige Realschullehrer nicht nur auf die Sicherheit, sondern auch auf den Komfort. Bekommt Werner Hotz die Rückmeldung, jemand sei über eine Stufe gestolpert, wird diese prompt abgeflacht oder auf Anregung hin ein Geländer für Kinder angebracht. Die Posten und Wege sollen auch für das Auge ansprechend sein, findet er. Darum wird hier noch ein Balken montiert, dort noch ein Schild angebracht. Fröhliche und gesunde Läufer sind Hotz’ grösster Lohn.

Der Parcours führt am Luggeseeli vorbei, das sich hinter dicht stehenden Tannen versteckt. Durch unterirdische Rinnsale ist es mit dem Iisweier verbunden. Über das Luggeseeli erzählt man sich eine alte Sage: Beginnt sich der Kessel im Sommer zu füllen, stehe ein schweres Ereignis – Hunger, Krieg oder anderes Ungemach – bevor. Ein Blick nach unten beruhigt: Das Seeli hat aktuell kein Wasser – wie so oft.

In Aadorf zur Bikinifigur

Der Vitaparcours in Aadorf ist für jene, die an ihrer Silhouette in Badehose oder Bikini noch arbeiten, mit Sicherheit effektiv. Allein beim Gehen werden 170 Kilokalorien verbraucht, beim Laufen sogar 230 Kilokalorien. Die Extraübung, eine horizontale Leiter, an der man sich von Sprosse zu Sprosse hangelt, tut ihr Übriges dazu. Und gratis ist es sowieso.

Serie «Fit im Wald»

Vitaparcours gibt es seit 50 Jahren. In der Serie «Fit im Wald» beleuchtet die «Ostschweiz am Sonntag» nicht nur das Stück Schweizer Sportkultur, sondern testet auch einige Ostschweizer Fitnesspfade.

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