Audienz mit den Queens of the Stone Age

ST.GALLEN. Elbow am Freitag, Mogwai am Samstag, Queens of the Stone Age am Sonntag: Das OpenAir St.Gallen hat die Lücken gefüllt und dem Programm die nötigen Ecken, Kanten und Glanzlichter verpasst. Und holt mit Stahlberger Mundart-Melancholie ins Tobel.

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Rothaariger Hüne: Josh Homme, Frontmann der Queens of the Stone Age. (Bild: Keystone)

Rothaariger Hüne: Josh Homme, Frontmann der Queens of the Stone Age. (Bild: Keystone)

«Ginger Elvis» wird er genannt. Josh Homme, der Hüne aus Palm Desert, Kalifornien, hat zwar nicht den berühmten Hüftschwung seines Spitznamensgebers, dafür aber eine (rote) Haartolle. Zudem gilt er bei seinen Bewunderern als legitimer Nachfolger des King of Rock'n'Roll. Stoner Rock heisst der Stil, den Homme mit seinen Queens of the Stone Age seit 1996 mitgeprägt hat. Und den er am OpenAir St.Gallen zum zweiten Mal nach 2003 auf die Köpfe der Tobelbesucher niederprasseln lassen wird, wie die Festivalorganisation am Freitag bekannt gab.

Neben Queens of the Stone Age komplettieren drei weitere stilprägende Bands das diesjährige OpenAir-Programm. Da wären einmal die Postrock-Pioniere Mogwai aus Glasgow, die eben erst ihr siebtes Studioalbum «Hardcore Will Never Die, But You Will» herausgebracht haben. Ihr Markenzeichen: Kein Gesang, dafür aber massive Gitarrenwände. Hinzu kommen Elbow aus Manchester, die mit ihren vertrackten und verträumten Popsongs hierzulande als ewiger Geheimtipp gehandelt werden - im Gegensatz zu ihrer Heimat. Nicht ganz so einfach wird es bei TV on the Radio. Rock? Electro? Soul? Punk? Die New Yorker lassen sich partout nicht festnageln.

Ähnlich ist es bei Manuel Stahlberger. Mal ist der St.Galler mehr Kabarettist (zusammen mit Bühnenpartner Stefan Heuss als StahlbergerHeuss), mal ist er mehr Musiker wie mit seinem Projekt Stahlberger. Mit letzterem und dem neuen Album «Abghenkt» kommt er dieses Jahr ins Tobel - nebst Steff La Cheffe, Alvin Zealot und Moss, den weiteren Neuverpflichtungen. (sg)