Auch Insekten haben eine Seele

«Ab morgen kreucht…», Ausgabe vom 30. April

Renato Werndli Jakob-Oesch-Strasse 1, 9453 Eichberg
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Warum wollen wir Menschen bloss Tiere essen, die wir mühsam durch Pflanzennahrung gemästet haben? Logischer wäre doch, ohne Kalorienverlust gleich die Pflanzen direkt zu essen. Gezüchtete Insekten brauchen hochwertiges und hygienisch einwandfreies Futter, nicht Abfall. Und wenn auch durch diesen Umweg über das Tier bei Insekten nur noch 50 und nicht wie bei der Fleischproduktion 90 Prozent der Kalorien verloren gehen: Der Insektenkonsum ist schlicht-weg nicht nötig. Denn da wäre vor allem noch ein ethischer Aspekt: Wahrscheinlich sind Insekten zwar tatsächlich nicht so leidensfähig wie höherent­wickelte Tiere. Aber ein Leben in Insektenfarmen zu Millionen auf engstem Raum ist sicher auch für sie völlig unnatürlich und belastend. Und Tiere – selbst Insekten – sind nun einfach keine seelenlose Waren, über die man rücksichtslos verfügen kann. Direktkonsum pflanzlicher Nahrung wäre ein wirksames Mittel gegen Tierleid, gegen den Welthunger und – wie immer erkennbarer – gegen den Klimawandel.

Renato Werndli Jakob-Oesch-Strasse 1, 9453 Eichberg

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