Auch HSG will Studiengänge anbieten

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Studie Die Bestrebungen für den Ausbau der Informatikbildung im Kanton St. Gallen betreffen nicht nur Mittel- und Fachhochschulen. Auch Informatikstudiengänge an der Universität St. Gallen (HSG) werden geprüft. Im Auftrag der Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell klärte die HSG ab, ob sie ein solches Angebot einführen könnte. Inzwischen liegt die Studie vor. Sie empfiehlt ein Bachelor- und ein Masterprogramm in Wirtschaftsinformatik. Dafür wären etwa acht Professuren nötig, im vollen Ausbau rechnet die HSG mit 100 Bachelor- und 50 Masterstudenten. Doch für diese Studiengänge müsste die Politik den Auftrag erteilen und Finanzmittel sprechen. Für die rund achtjährige Aufbauphase, bis das Angebot selbsttragend wäre, würde die Uni eine Anschubfinanzierung von maximal 30 Millionen Franken benötigen. Entschieden ist aber noch nichts – die Kreditvorlage für die kantonale Informatikoffensive wird derzeit erst ausgearbeitet.

Die Pädagogische Hochschule St. Gallen untersucht, wie Pädagogik und Digitalisierung verknüpft werden können. Wie sehen Klassenzimmer und Lernräume der Zukunft aus, ist eine der Fragen dieser Forschung. Im primären Bereich setzen sich im Kanton St. Gallen inzwischen auch private Initiativen dafür ein, dass Kinder früh an Informatik herangeführt werden. Es gibt etwa Ferienkurse fürs Programmieren. (av/kbr)