Atomstrom nicht mehr im Standardangebot

ST.GALLEN. Die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) wechseln das Standardprodukt: Es besteht ab 2016 hauptsächlich aus Wasserkraft, dazu kommen vier Prozent Sonnen– und ein Prozent Biomassenenergie. Kunden, die andere Stromprodukte wollen, müssen aktiv werden.

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Die St.Gallisch-Appenzellischen Krafwerke wollen mit ihrem Entscheid ein Zeichen für erneuerbare Energien setzen. (Bild: Urs Jaudas)

Die St.Gallisch-Appenzellischen Krafwerke wollen mit ihrem Entscheid ein Zeichen für erneuerbare Energien setzen. (Bild: Urs Jaudas)

Mit diesem Wechsel setzen die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) "ein aktives Zeichen für erneuerbare Energien", hiess es am Montag in einer Mitteilung des Unternehmens. Weiter wollen die SAK die Realisierung ökologischer Produktionsanlagen in der Region fördern.

Die Änderungen bei den Stromprodukten betrifft Kunden, die von den SAK direkt beliefert werden. Sie müssen sich melden, wenn sie ein anderes Produkt als das neue Standardangebot "naturstrom basic" wollen. Zur Auswahl stehen das teurere Angebot "naturstrom star" mit 50 Prozent Wasser-, 40 Prozent Sonnen− sowie je 5 Prozent Wind− und Biomassenenergie − sowie das günstigere Produkt mit dem Label "graustrom" mit Energie "aus unbekannter Herkunft".

Die SAK gaben auch Änderungen bei den Strompreisen für 2016 bekannt. Dabei wirkten sich die tieferen Beschaffungskosten, aber auch höhere Tarife für die Netznutzung und eine Steigerung bei den Gebühren aus. Die Entwicklungen ergeben unter dem Strich für SAK-Privatkunden, die das Produkt "naturstrom basic" beziehen, eine minimale Preissteigerung und bei Bezügern von "graustrom" eine Reduktion. (sda)