Atomdebatte: Kantonsrat fordert Rücktritt

Frauenfeld. Der Atomausstieg polarisiert und hält auch die Politik im Kanton Thurgau auf Trab.

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Frauenfeld. Der Atomausstieg polarisiert und hält auch die Politik im Kanton Thurgau auf Trab. Nachdem der Thurgauer Vertreter im Axpo-Verwaltungsrat, Hansjakob Zellweger, die «Schnellschüsse» von Bundesrat und Nationalrat kritisiert und den Ständerat aufgefordert hatte, die Folgen des möglichen Ausstiegs gründlicher zu prüfen, tadelt CVP-Kantonsrat Josef Gemperle in einem Leserbrief die Aussagen des FDP-Rechtsanwaltes als absurd. Auf Anfrage bekräftigt Gemperle, dass er auf dem Rücktritt Zellwegers bestehe. Zellweger vertrete nicht die Interessen der Bevölkerung, sondern der Stromlobby. Der Axpo-Verwaltungsrat selber will die Kritik nicht kommentieren, betont aber, dass die Axpo über eine neue Strategie nachdenke.

Ein Rücktritt Zellwegers ist für Regierungsrat Kaspar Schläpfer zum jetzigen Zeitpunkt kein Thema. Zellweger sei ein ausgezeichneter Verwaltungsrat, der inner- und ausserhalb des Konzerns ein hohes Ansehen geniesse. (red.)

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